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Regressionshypnose: woher sie wirklich kommt

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Wer nach „Regressionshypnose“ sucht, sucht eine ganz bestimmte Idee: dass es einen Zustand gibt, der sich vom Wachsein unterscheidet und in dem Erinnerungen zurückkehren, die man im Wachen nicht findet, und dass man in diesem Zustand bis zur ältesten Erinnerung zurückgehen kann, zu der, mit der eine Störung begonnen hat. Diese Idee ist nicht modern. Sie ist mehr als zweihundert Jahre alt und wurde Stück für Stück von verschiedenen Menschen zusammengesetzt. Dieser Artikel erzählt diese Stücke der Reihe nach.

Der Faden, in fünf Schritten

  1. 1784. Man entdeckt einen schlafähnlichen Zustand, in dem ein Mensch spricht und denkt und sich beim Aufwachen an nichts erinnert.
  2. 1813-1823. Man bemerkt, dass in diesem Zustand auch lange Vergessenes zurückkehrt.
  3. 1819-1843. Man begreift, dass es keine geheimnisvolle Kraft braucht: Es kommt auf den Menschen an, der in diesen Zustand eintritt. Und man lernt, ihn die Erinnerung ins Wachsein mitnehmen zu lassen.
  4. 1898-1904. Ein Arzt nutzt diesen Zustand, um Erinnerung für Erinnerung bis zum Ursprung eines Symptoms zurückzugehen.
  5. 1919-1950. Die Methode funktioniert nur manchmal. 1950 versucht jemand, das Zurückgehen zu behalten und die Hypnose wegzulassen.

1784Erster Schritt: ein Zustand, in dem man ein anderer Mensch ist

Man muss bei Franz Anton Mesmer anfangen, einem deutschen Arzt, der in Paris arbeitete. Mesmer war überzeugt, dass es ein unsichtbares Fluidum gebe, den „animalischen Magnetismus“, und dass Krankheit von seinem Ungleichgewicht komme. Er behandelte die Kranken in Gruppen, um einen großen Holzbottich voll Wasser und Eisenfeilspänen herum, den baquet, aus dem Metallstäbe ragten, die man an den Körper legte. Das Zeichen, dass die Behandlung wirkte, war die „Krise“: Krämpfe, Schreie, Ohnmachten. 1784 kam eine königliche Kommission, der Benjamin Franklin und Lavoisier angehörten, zu dem Schluss, dass es das Fluidum nicht gebe und alles eine Wirkung der Einbildung sei.

Im selben Jahr erreicht ein Schüler Mesmers, der Marquis de Puységur, auf seinem Gut Buzancy in Nordfrankreich etwas anderes. Er behandelt einen dreiundzwanzigjährigen Bauern, Victor Race, nach Mesmers Methode, die man damals „magnetisieren“ nannte: Der Arzt setzt sich dem Kranken gegenüber, sieht ihn fest an und führt die Hände langsam den Körper entlang, vom Kopf abwärts, ohne ihn zu berühren oder ihn kaum streifend, in der Überzeugung, ihm das Fluidum zu übertragen. Das waren die magnetischen „Striche“ (Passes). Statt der Krämpfe sieht Puységur Folgendes:

„Wie groß war meine Überraschung, als ich sah, wie dieser Mann ruhig in meinen Armen einschlief, ohne Krämpfe und ohne Schmerzen! … er sprach, beschäftigte sich laut mit seinen Angelegenheiten … am nächsten Tag erinnerte er sich nicht mehr an meinen Besuch vom Abend …“

«Quelle fut ma surprise de voir… cet homme s’endormir paisiblement dans mes bras, sans convulsions ni douleurs!… il parloit, s’occupoit tout haut de ses affaires… le lendemain, ne se souvenant plus de ma visite du soir…» — Puységur, Mémoires, Ausg. 1786, S. 22-23.

Der schlafende Victor wirkt wacher als der wache Victor: Er denkt besser, versteht schneller. Doch wenn er aufwacht, weiß er nichts von dem, was er gesagt und getan hat. Das ist das erste Stück der Idee: Es gibt einen Zustand, der sich vom Wachsein unterscheidet, und zwischen beiden steht eine Mauer der Erinnerung. Man nannte ihn „künstlichen Somnambulismus“. Das Wort „Hypnose“ kommt erst sechzig Jahre später.

1813Zweiter Schritt: In diesem Zustand kehrt Vergessenes zurück

Dreißig Jahre später sammelt ein Pariser Naturforscher, Joseph Deleuze, die Fälle und bemerkt, dass die Mauer in beide Richtungen wirkt. Im Wachen erinnert man sich nicht an den Schlaf; aber im Schlaf erinnert man sich an Dinge, die im Wachen verloren waren:

„Er findet in seinem Gedächtnis die Erinnerung an Dinge wieder, die er im Wachen vergessen hatte … [und beim Aufwachen] sind diese beiden Zustände einander so fremd, als wären der Somnambule und der wache Mensch zwei verschiedene Wesen.“

«Il retrouve dans sa mémoire le souvenir des choses qu’il avoit oubliées pendant la veille… ces deux états sont aussi étrangers l’un à l’autre, que si le somnambule et l’homme éveillé étaient deux êtres différens.» — Deleuze, Histoire critique du magnétisme animal, Bd. I, S. 186-187.

Ein Beispiel, das er erzählt: Ein junger Mann hatte zwei Jahre auf Kreta gelebt und erinnerte sich im Wachen nicht mehr an die Sprache; im Somnambulismus sagte er, sie würde ihm wiederkommen, wenn er jemanden vor sich hätte, der sie spräche, und unterdessen sagte er ein langes englisches Gedicht auswendig auf, „genau so, als läse er es“. Deleuzes Erklärung ist ein einziger Satz: „Alle Empfindungen, die wir im Lauf unseres Lebens gehabt haben, haben Spuren hinterlassen.“

Zehn Jahre später fügt der Arzt Alexandre Bertrand einen Fall hinzu, der zeigt, wie man solche Erscheinungen lesen muss. Eine Somnambule „verschrieb“ Heilpflanzen, die sie im Wachen nicht kannte, und es sah aus wie ein Wunder. Dann stellte sich heraus, dass sie als Kind die Tochter einer Kräuterhändlerin gewesen war und mit der Mutter Pflanzen sammeln ging. Es war keine geheimnisvolle Gabe: Es war eine Kindheitserinnerung, die wieder aufgetaucht war. Das ist das zweite Stück: In diesem Zustand tauchen alte Erinnerungen wieder auf, auch solche, die man für verloren hielt.

1819-1843Dritter Schritt: Es gibt kein Fluidum, es kommt auf den Schlafenden an

Ein portugiesischer Abbé, der in Paris arbeitete, José Custódio de Faria, räumt Mesmers Theorie aus dem Weg. Für ihn haben der Bottich, das Fluidum und der Wille des Magnetiseurs nichts damit zu tun: Alles geschieht im Menschen selbst. Um ihn einschlafen zu lassen, genügt es, ihm mit Nachdruck „Schlafen Sie“ zu sagen oder ihn eine offene Hand fixieren zu lassen. Und er entdeckt, dass sich die Mauer der Erinnerung auf Befehl öffnen lässt: Befiehlt man dem Menschen während des Schlafs, sich beim Aufwachen zu erinnern, dann erinnert er sich beim Aufwachen.

„[Sie] behalten die Erinnerung an alles, was man wünscht, sobald man ihnen im Schlaf befiehlt, ihre Aufmerksamkeit darauf zu richten, um sich beim Aufwachen daran zu erinnern.“

«…gardent la mémoire de tout ce qu’on désire, dès qu’on leur enjoint dans le sommeil d’y replier leur attention pour s’en rappeler au réveil.» — Faria, De la cause du sommeil lucide, 1819, S. 226-227.

1843 gibt ein Chirurg aus Manchester, James Braid, dem Zustand den Namen, der geblieben ist: Hypnotismus, vom griechischen Wort für „Schlaf“. Er erzeugt ihn, indem er einen Gegenstand fixieren lässt, und schreibt, dass alles „vom Zustand des Patienten abhängt, und ganz und gar nicht vom Willen des Behandelnden“. Das ist das dritte Stück: Der Zustand gehört dem Menschen, und was darin auftaucht, kann man ins Wachsein mitnehmen.

1898-1904Vierter Schritt: zurück bis zur ersten Erinnerung

Bis hierhin dient die Hypnose dazu, Erinnerungen zurückkehren zu lassen, aber ohne Ordnung und ohne genauen ärztlichen Zweck. Den entscheidenden Schritt tut Pierre Janet, Arzt und Psychologe an der Salpêtrière in Paris. Janet behandelt Patienten mit Symptomen ohne körperliche Ursache: Lähmungen, Blindheit, Anfälle, Ängste. Er gelangt zu der Überzeugung, dass hinter jedem Symptom eine „abgetrennt“ gebliebene Erinnerung steht, die er fixe Idee nennt. Und 1898 beschreibt er, was geschieht, wenn er in der Hypnose eine davon entfernt:

„Wenn man eine fixe Idee entfernt hat, ist man ganz erstaunt, eine andere auftauchen zu sehen … Es ist eine alte Idee, älter als die, die man gerade behandelt hat … und man ist gezwungen, in umgekehrter Reihenfolge die wichtigsten fixen Ideen durchzugehen, die das Leben des Kranken gequält haben.“

«Quand on a enlevé une idée fixe, on est tout étonné d’en voir surgir une autre… C’est une idée ancienne, antérieure à celle que l’on vient de traiter… et on est obligé de repasser en ordre inverse, les principales idées fixes qui ont tourmenté la vie du malade.» — Janet, Névroses et idées fixes, 1898.

Das ist die „Regression“ im heutigen Sinn: Die Erinnerungen, die krank machen, liegen in Schichten, und man steigt von der jüngsten zur ältesten hinab. Janet bemerkt auch, dass die ältesten die widerstandsfähigsten sind.

1904 veröffentlicht Janet den Fall Irène, einer jungen Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter die Erinnerung an jene Monate verloren hatte, und dort sieht man, wie er wirklich arbeitet. Drei Dinge, kurz gesagt:

  • Die Hypnose allein genügt nicht. In den ersten Versuchen erinnert sich die hypnotisierte Irène an nichts mehr als im Wachen. Die Hypnose dient nur dazu, sie konzentriert zu halten; es ist der Arzt, der sie führt, Erinnerung für Erinnerung.
  • Die schmerzhaftesten Erinnerungen kehren nicht an ihren Platz zurück. Die übrigen tauchen in zeitlicher Reihenfolge wieder auf; die mit den heftigsten Gefühlen verbundenen werden übersprungen und lassen sich erst am Ende angehen, wenn der Rest schon zurückgekehrt ist.
  • Es gibt einen Punkt, an dem man anhalten muss. Als Irène in die Nähe des Todestages ihrer Mutter kommt, blockiert sie und fällt in Krämpfe. Wenn Janet darauf besteht, geht die Arbeit verloren. Was er von ihr verlangt, ist, diese Momente „maßvoll zu erzählen und dabei das Bewusstsein ihrer selbst und der äußeren Welt zu bewahren“.

Am Ende müssen die in der Hypnose wiedergefundenen Erinnerungen noch in einer eigenen Arbeit ins Wachsein zurückgeholt werden. Das ist das vierte Stück: ein Arbeitszustand, eine Führung, eine Ordnung, ein Haltesignal. Die Regressionshypnose ist im Grunde schon ganz hier.

1919-1950Fünfter Schritt: Es funktioniert nur manchmal

Fünfzehn Jahre später, 1919, zieht Janet Bilanz, mit seltener Offenheit:

„In sehr vielen Fällen, die mir mit denen, in denen ich Erfolg hatte, vollkommen übereinzustimmen schienen, bin ich auf dieselbe Weise vorgegangen oder habe geglaubt, so vorzugehen, ohne ein nennenswertes Ergebnis … In all diesen Methoden findet sich wahrscheinlich der Keim einer Therapie; aber wir kennen die Regeln nicht hinreichend, die daraus eine leicht anwendbare Methode machen würden.“

“In a great many instances which appear to me perfectly identical with those in which I was successful, I operated, or believed myself to be operating, in the same manner, with no result worth mentioning… there are probably to be found the germ of a therapeutic method; but we do not adequately know the rules that will make of it a method that is readily applicable.” — Janet, Les médications psychologiques, 1919, Bd. III, Kap. II; englische Ausgabe Psychological Healing, 1925, Bd. II, S. 856-857.

Es gibt zwei Probleme, und sie waren seit Puységur bekannt: Nicht jeder lässt sich hypnotisieren, und was man wiederfindet, bleibt oft auf der anderen Seite der Mauer, im hypnotischen Zustand, statt zu einer gewöhnlichen Erinnerung zu werden.

1950 setzt L. Ron Hubbard genau hier an. Im Artikel vom Mai 1950 schreibt er, die Hypnoanalyse, also die in Hypnose geführte Analyse, „klingt in den Lehrbüchern gut, funktioniert aber nicht“: „Man kann nicht jeden hypnotisieren“, und selbst wenn man es kann, „funktioniert sie nur gelegentlich“ („you can’t hypnotize everybody. Further it works only occasionally“). Das Buch aus demselben Monat berichtet, dass Hypnoanalyse und Narkosynthese, also dasselbe mit einem Medikament, untersucht und als Ausgangspunkt benutzt und dann aufgegeben wurden: Die Technik, die es vorschlägt, wird als „unabhängig von Hypnotismus und Narkosynthese“ bezeichnet („independent of hypnotism or narco-synthesis“). Die Idee des Zurückgehens zur ältesten Erinnerung bleibt; die Hypnose wird weggelassen. Man muss das mit dem lesen, was man damals wusste, also mit den beiden Grenzen, die Janet bereits niedergeschrieben hatte. Wie dieser Vorschlag aufgebaut wurde, ist das Thema des Artikels über die fünf Fäden, die zu 1950 führen.

In einer Tabelle

Stück der IdeeWerWann
Ein Zustand, der sich vom Wachsein unterscheidet, mit einer Mauer der Erinnerung beim AufwachenPuységur1784
In diesem Zustand kehren vergessene Erinnerungen zurück; „alle Empfindungen hinterlassen Spuren“Deleuze1813
Was wie ein Wunder aussieht, ist eine KindheitserinnerungBertrand1823
Kein Fluidum; die Erinnerung lässt sich auf Befehl ins Wachsein mitnehmenFaria1819
Der Name „Hypnotismus“; alles hängt vom Patienten abBraid1843
Zurückgehen von der jüngsten zur ältesten ErinnerungJanet1898
Führung durch den Arzt, schmerzhafte Erinnerungen außer der Reihe, HaltesignalJanet1904
Bilanz: „der Keim einer Therapie“, aber ohne RegelnJanet1919
Das Zurückgehen bleibt, die Hypnose fällt wegHubbard1950

Verwandter Artikel: Vor der Dianetik: fünf Fäden und ein Knoten.

Quellen. Puységur, Mémoires pour servir à l’histoire et à l’établissement du magnétisme animal, Ausg. 1786 · Rapport des commissaires chargés par le Roi de l’examen du magnétisme animal, Paris 1784 · Deleuze, Histoire critique du magnétisme animal, Bd. I (1. Ausg. 1813), S. 186-191, 235-236 · Faria, De la cause du sommeil lucide, Bd. I, Paris 1819 · Bertrand, Traité du somnambulisme, Paris 1823, S. 99-106 · Braid, Neurypnology, London 1843, S. 19-20 · Janet, Névroses et idées fixes, 1898; „L’amnésie et la dissociation des souvenirs par l’émotion“, Journal de psychologie normale et pathologique, 1904, S. 417-453; Les médications psychologiques, 1919, Bd. III (englische Ausgabe Psychological Healing, 1925) · Hubbard, „Dianetics: The Evolution of a Science“, Astounding Science Fiction, Mai 1950; Dianetics: The Modern Science of Mental Health, 1950.

Die Seitenzahlen von Puységur und Faria stammen aus zeitgenössischen Scans und können um eine oder zwei Seiten abweichen. Die Stelle von Janet 1919 ist hier nach der englischen Ausgabe von 1925 wiedergegeben.

Engraphie und Ekphorie: wie ein englischer Logiker 1921 das Gedächtnis übersetzte

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1921 widmet Bertrand Russell, der Autor der Principia Mathematica, einem fast unbekannten deutschen Zoologen eine ganze Vorlesung. Er übernimmt dessen Begriffe, Definitionen und die beiden Gesetze mit Seitenangabe. Dann nimmt er sie auseinander. Doch inzwischen sind „engram“ und „ekphory“ in die englische Sprache eingegangen, in ein Buch, das gelesen wurde.

Zitate in den Originalen gelesen: Semon, Die Mneme (1904, Ausg. 1920) und Russell, The Analysis of Mind, Lecture IV (Gutenberg-Ausgabe). Am Ende: was belegt ist und was nicht.

Ein Logiker liest einen Zoologen

Bertrand Russell ist 1921 kein beliebiger Philosoph. Er hat mit Whitehead die drei Bände der Principia Mathematica geschrieben, er hat einem Paradox seinen Namen gegeben, das zur Neubegründung der Mengenlehre zwang, und er ist gerade wegen seines Pazifismus aus dem Gefängnis entlassen worden. The Analysis of Mind versammelt fünfzehn Vorlesungen, gehalten in London und Peking, und die These ist ehrgeizig: Geist und Materie sind nicht zwei Substanzen, sondern zwei Arten, dieselben Elemente zu ordnen.

Um diese These zu tragen, muss eine Frage beantwortet werden: Was unterscheidet das Lebendige von der toten Materie? Die vierte Vorlesung ist ganz dieser Frage gewidmet, und die Antwort trägt einen langen Titel: Influence of Past History on Present Occurrences in Living Organisms, der Einfluss der vergangenen Geschichte auf gegenwärtige Vorgänge in lebenden Organismen. Der Autor, den Russell als Führer wählt, ist Richard Semon, Zoologe in München, Verfasser der Mneme (1904).

„Die Reaktion eines Organismus auf einen gegebenen Reiz hängt sehr oft von der vergangenen Geschichte des Organismus ab, und nicht bloß vom Reiz und vom BISHER FESTSTELLBAREN gegenwärtigen Zustand des Organismus.“

„The response of an organism to a given stimulus is very often dependent upon the past history of the organism, and not merely upon the stimulus and the HITHERTO DISCOVERABLE present state of the organism.“ — Russell, The Analysis of Mind, 1921.

Das gebrannte Kind scheut das Feuer. Die Verbrennung hat keine sichtbaren Spuren hinterlassen, und doch hat sich die Reaktion auf das Feuer verändert. Ein magnetisiertes Stück Stahl verhält sich anders als ein nicht magnetisiertes, aber dort können wir eine Hypothese über die mikroskopische Struktur ersinnen. Beim Lebendigen, sagt Russell, hängt fast alles Charakteristische von diesem Fortbestehen der Vergangenheit ab. Und um darüber zu sprechen, braucht man ein Vokabular. Semon hat es bereits geschaffen.

Engraphie: die Einschreibung

Engraphie (bei Russell engraphic effect): die Wirkung, durch die ein Reiz in der lebenden Substanz eine dauernde Veränderung hinterlässt. Vom griechischen en-gráphein, einritzen, hineinschreiben. Das Ergebnis der Engraphie ist das Engramm: die Veränderung selbst, der Unterschied zwischen dem Zustand des Organismus vor dem Reiz und nach dem Aufhören des Reizes.

Semons Definition verdient es, vollständig gelesen zu werden, denn sie enthält drei Dinge, die später verloren gehen.

„…gehöre er nun dem Protisten-, Pflanzen- oder Tierreich an, nach Einwirkung und Wiederaufhören eines Reizes und nach Wiedereintritt in den sekundären Indifferenzzustand dauernd verändert ist. Ich bezeichne diese Wirkung der Reize als ihre engraphische Wirkung, weil sie sich in die organische Substanz sozusagen eingräbt oder einschreibt. Die so bewirkte Veränderung der organischen Substanz bezeichne ich als das Engramm des betreffenden Reizes.“

— Semon, Die Mneme, Kap. II.

Erstens: Sie gilt für Protisten, Pflanzen und Tiere. Semons Engramm ist keine Erinnerung, und das Bewusstsein spielt keine Rolle. Zweitens: Der Beweis für das Engramm ist der Unterschied zwischen zwei Ruhezuständen. Semon nennt sie den primären Indifferenzzustand (vor dem Reiz) und den sekundären (nach dem Aufhören des Reizes). Wären beide Zustände gleich, gäbe es nichts zu erklären. Drittens, und das ist das Wichtigste: Eingeschrieben wird nicht ein einzelner Reiz, sondern alles, was in diesem Augenblick gegenwärtig war. Russell gibt es so wieder:

„Tatsächlich ist es nicht ein einzelner Reiz, der ein Engramm hinterlässt, sondern die Gesamtheit der Reize eines Augenblicks; folglich neigt jeder Teil dieser Gesamtheit, wenn er wiederkehrt, dazu, die ganze Reaktion hervorzurufen, die früher hervorgerufen worden war.“

„In fact, it is not an isolated stimulus that leaves an engram, but the totality of the stimuli at any moment; consequently any portion of this totality tends, if it recurs, to arouse the whole reaction which was aroused before.“ — Russell, 1921.

Das ist Semons erster mnemischer Hauptsatz, der Satz der Engraphie:

„Alle gleichzeitigen Erregungen innerhalb eines Organismus bilden einen zusammenhängenden simultanen Erregungskomplex, der als solcher engraphisch wirkt, das heißt: der einen zusammenhängenden und insofern ein Ganzes bildenden Engrammkomplex hinterläßt.“

— Semon, Die mnemischen Empfindungen, S. 146, von Russell zitiert.

Einfach gesagt: Alles wird zusammen aufgezeichnet. Der Geruch, das Geräusch, das Licht, die Haltung des Körpers, das, was man gerade empfand. Nicht das Hauptereignis, sondern die ganze Situation, als ein Block.

Ekphorie: der Abruf

Ekphorie (bei Russell ekphoric influence): der Übergang eines Engramms aus dem latenten in den aktiven Zustand. Vom griechischen ek-phérein, heraustragen. Der Reiz, der sie auslöst, ist der ekphorische Reiz, und er muss nicht der ursprüngliche Reiz sein: Ein Teil davon genügt.

Ist die Engraphie das Schreiben, so ist die Ekphorie das Lesen. Aber mit einer Eigenschaft, die kein Archiv hat: Man braucht nicht den ganzen Schlüssel. Russell:

„Wenn zwei Reize zusammen auftreten, kann der eine von ihnen, wenn er später auftritt, auch die Reaktion auf den anderen hervorrufen. Wir nennen dies einen ‚ekphorischen Einfluss‘, und Reize mit dieser Eigenschaft heißen ‚ekphorische Reize‘. In einem solchen Fall nennen wir die Engramme der beiden Reize ‚assoziiert‘.“

„When two stimuli occur together, one of them, occurring afterwards, may call out the reaction for the other also. We call this an “ekphoric influence,” and stimuli having this character are called “ekphoric stimuli.” In such a case we call the engrams of the two stimuli “associated.”“ — Russell, 1921.

Und hier der zweite mnemische Hauptsatz, der Satz der Ekphorie:

„Ekphorisch auf einen simultanen Engrammkomplex wirkt die partielle Wiederkehr derjenigen energetischen Situation, die vormals engraphisch gewirkt hat.“

— Semon, Die mnemischen Empfindungen, S. 173, von Russell zitiert.

Russells Beispiel ist der Geruch von Torfrauch: Man riecht ihn, und eine Gelegenheit kommt in den Sinn, bei der man ihn schon einmal gerochen hat. Derselbe Geruch ruft bei einem anderen Menschen, der diese Erfahrung nicht gemacht hat, nicht dieselbe Erinnerung hervor. Die Ursache der Erinnerung ist also nicht der Geruch allein, sondern der Geruch zusammen mit der vergangenen Gelegenheit.

Semon unterscheidet mehrere Ekphorien: die durch den Ablauf der Zeit ausgelöste (die Tages- und Jahresrhythmen von Pflanzen und Tieren), die durch eine Entwicklungsphase ausgelöste, die vikariierende, bei der ein vom ursprünglichen verschiedener Reiz dessen Stelle einnimmt. Und er leitet daraus einen Folgesatz über die Amnesie ab, der in seinem Buch in der Inhaltsübersicht des VI. Kapitels steht:

„Die meisten Amnesien beruhen nicht auf Verlust von Engrammen, sondern auf der Unmöglichkeit, die noch vollkommen intakten Engramme zur Zeit zu ekphorieren.“

— Semon, Die Mneme, Kap. VI.

Der Grund ist der zweite Hauptsatz, rückwärts gelesen: Ist die gegenwärtige Situation zu verschieden von der, in der geschrieben wurde, kommt der Abruf nicht zustande. Der Betrunkene, der Fiebernde, wer in starker Erregung ist, findet Dinge nicht, die er sonst gut kennt. Die Spur ist unversehrt; es fehlt die Bedingung, sie zu lesen.

Semons BegriffBei RussellEinfach gesagt
engraphische Wirkungengraphic effectder Reiz ritzt sich in die lebende Substanz ein
Engrammengramdie bleibende Veränderung, Unterschied zwischen vorher und nachher
Engrammkomplexengram-complexalles, was gegenwärtig war, als ein Block eingeschrieben
Ekphorieekphoric influenceder Abruf: die latente Spur wird wieder aktiv
ekphorischer Reizekphoric stimulusdas Bruchstück, das genügt, um den ganzen Block abzurufen
mnemische Erscheinungenmnemic phenomenaReaktionen, die sich nur unter Einbeziehung der Vergangenheit erklären lassen

Russells Zug: die Tatsachen behalten, die Hypothese fallen lassen

Bis hierher ist Russell ein getreuer Vermittler. Dann wird er zum Logiker. Das Engramm, bemerkt er, ist eine Hypothese: Niemand hat es gesehen. Semon selbst räumt das ein, wenn er schreibt, man könne vorerst nicht mehr sagen, als dass es in irgendeiner materiellen Veränderung des Körpers bestehen müsse. Russell zerlegt die beiden Sätze daher in das, was beobachtet, und das, was angenommen ist:

„Diese beiden Gesetze zusammen stellen teils eine Hypothese (das Engramm) dar, teils eine beobachtbare Tatsache. Die beobachtbare Tatsache ist, dass, wenn ein bestimmter Reizkomplex ursprünglich einen bestimmten Reaktionskomplex verursacht hat, die Wiederkehr eines Teils der Reize dazu neigt, die Wiederkehr der gesamten Reaktionen zu verursachen.“

„These two laws together represent in part a hypothesis (the engram), and in part an observable fact. The observable fact is that, when a certain complex of stimuli has originally caused a certain complex of reactions, the recurrence of part of the stimuli tends to cause the recurrence of the whole of the reactions.“ — Russell, 1921.

Und er schlägt vor, ohne das Engramm auszukommen. An seine Stelle tritt die mnemische Verursachung: ein Kausalgesetz, in dem die unmittelbare Ursache nicht nur das gegenwärtige Ereignis ist, sondern das gegenwärtige Ereignis zusammen mit einem vergangenen. Die Gesetze der Psychologie, sagt er, haben nicht die Form „X jetzt verursacht Y jetzt“, sondern:

„‚A, B, C … in der Vergangenheit, zusammen mit X jetzt, verursachen Y jetzt.‘“

„”A, B, C,… in the past, together with X now, cause Y now.”“ — Russell, 1921.

A, B, C sind die mnemische Ursache, X der Anlass, Y die Reaktion. Eine „Disposition“, etwa die Fähigkeit, auf die Frage nach der Hauptstadt Frankreichs „Paris“ zu antworten, ist nichts Aktuelles im Geist: Sie ist der mnemische Anteil eines Kausalgesetzes. Und Semons beide Sätze verdichten sich zu einem einzigen, den Russell in Großbuchstaben schreibt:

„WENN EIN KOMPLEXER REIZ A IN EINEM ORGANISMUS EINE KOMPLEXE REAKTION B VERURSACHT HAT, NEIGT DAS AUFTRETEN EINES TEILS VON A BEI EINER KÜNFTIGEN GELEGENHEIT DAZU, DIE GANZE REAKTION B ZU VERURSACHEN.“

„IF A COMPLEX STIMULUS A HAS CAUSED A COMPLEX REACTION B IN AN ORGANISM, THE OCCURRENCE OF A PART OF A ON A FUTURE OCCASION TENDS TO CAUSE THE WHOLE REACTION B.“ — Russell, 1921.

Aus dieser Definition folgt auch eine Definition der Biographie, die es wert ist, eigens herausgestellt zu werden:

„Wir könnten sogar eine Erfahrungskette, oder eine Biographie, als eine Reihe von Ereignissen definieren, die durch mnemische Verursachung verbunden sind. Ich glaube, dass es diese Eigenschaft mehr als jede andere ist, die die Wissenschaften vom Lebendigen von der Physik unterscheidet.“

„We might, in fact, define one chain of experience, or one biography, as a series of occurrences linked by mnemic causation. I think it is this characteristic, more than any other, that distinguishes sciences dealing with living organisms from physics.“ — Russell, 1921.

Das Gehirn ist notwendig, nicht hinreichend

Russell schließt, indem er die beiden Hypothesen abwägt, und hier ist er bis zuletzt ehrlich. Gegen die mnemische Verursachung als letzte Erklärung: Mnemische Erscheinungen gibt es auch in der Physiologie und bei Pflanzen, und niemand will in der Physiologie eine Verursachung, die über die Zeit hinwegspringt. Für das Engramm: Hirnverletzungen zerstören das Gedächtnis. Doch dieses Argument, bemerkt er, ist schwächer, als es scheint.

„Was wir wissen, ist, dass das Gedächtnis, und mnemische Erscheinungen überhaupt, durch Veränderungen im Gehirn gestört oder zerstört werden können. Das beweist gewiss, dass das Gehirn bei der Verursachung des Gedächtnisses eine wesentliche Rolle spielt, beweist aber nicht, dass ein bestimmter Zustand des Gehirns für sich allein eine hinreichende Bedingung für das Bestehen des Gedächtnisses ist.“

„What we know is that memory, and mnemic phenomena generally, can be disturbed or destroyed by changes in the brain. This certainly proves that the brain plays an essential part in the causation of memory, but does not prove that a certain state of the brain is, by itself, a sufficient condition for the existence of memory.“ — Russell, 1921.

Um zu beweisen, dass es hinreicht, müsste man den Unterschied sehen zwischen dem Gehirn eines Menschen, der Englisch spricht, und dem eines Menschen, der Französisch spricht, zwischen dem, der New York gesehen hat, und dem, der es nicht gesehen hat. „Vielleicht wird die Zeit kommen, in der das möglich ist, aber gegenwärtig sind wir weit davon entfernt.“ Russell übernimmt das Engramm als Arbeitshypothese, lässt aber die andere Tür offen, denn „es erweist sich für den Fortschritt der Wissenschaft oft als wichtig, sich an Hypothesen zu erinnern, die zuvor unwahrscheinlich schienen“.

Warum es zählt

1904 schreibt Semon auf Deutsch, für Physiologen. 1916 bringt Bleuler Engramm und Ekphorie in das meistgelesene psychiatrische Lehrbuch deutscher Sprache. 1921 tut Russell das Dritte: Er bringt sie ins Englische, im Buch eines berühmten Autors, mit Definitionen, Gesetzen, Ausgaben und Seitenzahlen. Im selben Jahr erscheint auch die englische Übersetzung der Mneme, beim selben Verlag, Allen & Unwin, und Russell weist in einer Fußnote darauf hin.

Nach 1921 braucht ein gebildeter englischsprachiger Leser also kein Deutsch mehr, um der Idee zu begegnen, dass jede Situation vollständig aufgezeichnet wird, dass ein Bruchstück genügt, um sie abzurufen, und dass die meisten Amnesien unversehrte Spuren sind, die sich nicht lesen lassen. 1950 tauchen diese drei Ideen wieder auf, unter demselben Namen Engramm, in einem Buch, das weder Semon noch Bleuler noch Russell zitiert.

Was belegt ist. Dass Russell Semon in der Lecture IV ausführlich darstellt, mit beiden Sätzen samt Seitenangabe: Der Text ist gemeinfrei und in wenigen Minuten nachprüfbar. Dass engram, ekphory und mnemic 1921 gedruckte englische Wörter sind. Dass Russell das Engramm für eine Hypothese hält und eine Alternative vorschlägt.

Was nicht belegt ist. Dass jemand 1950 Russell oder Semon gelesen hat. Der Artikel belegt die Verfügbarkeit des Vokabulars, nicht seine Weitergabe.

Quellen. Semon, Die Mneme als erhaltendes Prinzip im Wechsel des organischen Geschehens, Leipzig, Engelmann, 1904 (Ausg. 1920 für die Zitate) · Semon, Die mnemischen Empfindungen, Leipzig, 1909 · Bleuler, Lehrbuch der Psychiatrie, Berlin, Springer, 1916 · Russell, The Analysis of Mind, London, Allen & Unwin, 1921, Lecture IV, Gutenberg-Text Nr. 2529.

Vor der Dianetik: fünf Fäden und ein Knoten

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Im Mai 1950 erscheint ein Buch, das von bleibenden Spuren spricht, von Ladung, von Ketten von Erlebnissen und von einer Methode, sie abzubauen. Es zitiert fast niemanden. Und doch hat jedes seiner Stücke eine belegte Geschichte, ein halbes Jahrhundert lang, in Fächern, die nicht miteinander sprachen.

Alle Zitate wurden in den Originaltexten gelesen. Am Ende: was belegt ist und was nicht.

1900191019201930194019501960Maßstab vor 1940 gestauchtDer IndikatorDie SpurLadung, KetteDas Verfahrendie Psychiatrie geht:Medikamente, HandbücherKriegsmedizinInstrument 1951Kommunikations-verzögerung 1953Patent 1966Ziehen 1900Jung 1904–07die Brücke 1912Woodworth 1938Mathison 1951Semon 1904Bleuler 1916Russell 1921Breuer und Freud 1895Janet 1898Pawlow 1927Janet 1904Janet 1919Kardiner 1941Grinker und Spiegel 1945Hanson 1949Armeefilme 1944, 19461950
Jeder Punkt ist ein im Original gelesener Text. Vier Fäden laufen in den Knoten von 1950; der Indikator kommt gleich danach hinzu. Die Kriegsmedizin gibt einen Zweig an den Knoten ab und geht dann einen anderen Weg.

Das Schema liest sich von links nach rechts. Jede Farbe ist ein Faden, und man findet sie in den Überschriften unten wieder.

Die Spur

Das Wort „Engramm“ prägt ein deutscher Zoologe, Richard Semon, im Jahr 1904. Seine These: Jeder Reiz hinterlässt in der lebenden Substanz eine Veränderung, die bleibt:

„…nach Einwirkung und Wiederaufhören eines Reizes […] dauernd verändert ist. Ich bezeichne diese Wirkung der Reize als ihre engraphische Wirkung, weil sie sich in die organische Substanz sozusagen eingräbt oder einschreibt. Die so bewirkte Veränderung der organischen Substanz bezeichne ich als das Engramm des betreffenden Reizes.“

— Semon, Die Mneme, 1904.

Semon fügt zwei Dinge hinzu, die zählen. Das Engramm zeichnet alles auf, was in jenem Augenblick gegenwärtig war, nicht nur den Hauptreiz. Und es genügt, dass ein Bruchstück jener Situation wiederkehrt, damit das Ganze wieder aktiv wird.

1916 nimmt Eugen Bleuler, der angesehenste Psychiater deutscher Sprache, den Begriff in sein Lehrbuch auf. Er verwendet ihn Dutzende Male, wie ein gewöhnliches Wort, und tut den Schritt, der Semon fehlte:

„Das Vergessen beruht also in der Regel nicht auf einem Verschwinden der Engramme, sondern auf einer Unmöglichkeit, diese als Erinnerungen zu beleben.“

— Bleuler, Lehrbuch der Psychiatrie, 1916.

Die Ursache der Sperre, schreibt er, liege „vor allem in affektiven Hindernissen“. Spur unversehrt, Abruf verhindert, und das Hindernis ist emotional. 1921 legt Bertrand Russell all das auf Englisch dar, in einem weit verbreiteten Buch. 1950 ist „engram“ also ein Wort, das ein gebildeter englischsprachiger Leser kennen konnte.

Die Ladung und die Kette

1895 veröffentlichen Breuer und Freud die Studien über Hysterie. Der Kerngedanke: Ein emotionales Erlebnis, dessen Ladung sich nicht entladen hat, bleibt wirksam und erzeugt Symptome im Körper; ruft die Person es mit seinem ganzen Affekt wieder wach, gibt das Symptom nach. Freud beschreibt auch, wie die Erlebnisse miteinander verbunden sind: durch Ähnlichkeit, um einen Kern herum.

„Die Gruppierung ähnlicher Reminiszenzen in einer Vielzahl linearer Schichtungen, wie in einem Bündel von Akten, habe ich als Bildung eines Themas bezeichnet.“

„The grouping of similar reminiscences in a multiplicity of linear stratifications, as represented in a bundle of documents […] I have designated as the formation of a theme.“ — Freud, 1895, in der zeitgenössischen englischen Übersetzung.

Und er bemerkt, dass das Erlebnis, mit dem die Reihe wirklich begann, zuletzt auftaucht. Drei Jahre später beschreibt Pierre Janet in Paris dasselbe entlang der Zeitachse:

„Wenn man eine fixe Idee beseitigt hat, ist man ganz erstaunt, eine andere auftauchen zu sehen. Es ist eine alte Idee, früher als die eben behandelte, die wieder erscheint. Ist auch diese beseitigt, steht man vor einer dritten Obsession, die früher bestanden hatte, und man ist gezwungen, in umgekehrter Reihenfolge die wichtigsten fixen Ideen noch einmal durchzugehen, die das Leben des Kranken gequält haben.“

„Quand on a enlevé une idée fixe, on est tout étonné d’en voir surgir une autre… C’est une idée ancienne, antérieure à celle que l’on vient de traiter et qui réapparaît. Celle-ci enlevée à son tour, on se trouve en présence d’une troisième obsession qui avait existé antérieurement et on est obligé de repasser en ordre inverse, les principales idées fixes qui ont tourmenté la vie du malade.“ — Janet, Névroses et idées fixes, 1898.

Janet fügt hinzu, dass die ältesten die hartnäckigsten sind. 1927 erscheint auf Englisch Pawlows Buch über die bedingten Reflexe, das zwei dieser Gedanken eine im Labor gemessene Form gibt. Ein dem ursprünglichen ähnlicher Reiz ruft dieselbe Antwort hervor. Und bietet man den Reiz ohne Folgen erneut dar, sinkt die Antwort, Versuch um Versuch, bis auf null: das Prinzip, zu wiederholen, bis keine Reaktion mehr da ist, mit einem Endpunkt, der in Speicheltropfen gezählt wird.

Das Verfahren

Einer Methode am nächsten kommt wiederum Janet. 1904 veröffentlicht er den Fall Irène, einer jungen Frau, die die Erinnerung an den Tod ihrer Mutter verloren hat und ihn in Anfällen wiedererlebt, ohne es zu wissen. Er beschreibt die Technik, die Reihenfolge, in der man zurückgeht, das Zeichen, bei dem man aufhört, und er misst die Patientin vorher und nachher. 1919 formuliert er das Kriterium des Gelingens:

„Eine Situation ist nur dann gut erledigt, gut assimiliert, wenn wir nicht bloß äußerlich durch unsere Bewegungen reagiert haben, sondern auch innerlich durch die Worte, die wir an uns selbst richten, durch die Gestaltung der Erzählung des Ereignisses für die anderen und für uns selbst und durch die Einordnung dieser Erzählung als ein Kapitel unserer eigenen Geschichte.“

„Une situation n’est bien liquidée, bien assimilée que lorsque nous avons réagi non seulement extérieurement par nos mouvements, mais encore intérieurement par les paroles que nous nous adressons à nous-mêmes, par l’organisation du récit de l’événement aux autres et à nous-mêmes et par la mise en place de ce récit comme un chapitre de notre propre histoire.“ — Janet, Les médications psychologiques, II, 1919, S. 273.

Das heißt: Der Ausbruch genügt nicht, die Person muss das Erlebnis im Wachzustand erzählen und an seinen Platz stellen können. Im selben Buch räumt Janet die Grenze ein: In Fällen, die ihm gleich erschienen, hat er dasselbe getan und nichts erreicht. Er hat eine Methode, die in seinen Händen funktioniert, keine, die sich lehren ließe.

Die Kriegsmedizin

Der Zweite Weltkrieg bringt Tausende Soldaten mit Lähmungen, Stummheit und Amnesien ohne Verletzung hervor. Die amerikanischen Militärärzte kehren zum Erlebnis zurück: Sie spritzen ein Barbiturat, führen den Soldaten auf das Schlachtfeld zurück und lassen es ihn wiedererleben. Die Armee filmt das, um andere Ärzte auszubilden. In einem Film von 1944 hört man:

„Du bist jetzt wieder auf dem Schlachtfeld. Was machst du gerade?“

„You’re back on the battlefield now. What are you doing?“ — Lehrfilm des Kriegsministeriums, 1944.

Rückkehr zum Erlebnis, Erzählung in der Gegenwartsform, Wiederholung: Die Handgriffe der Sitzung sind alle da. Grinker und Spiegel, die 1945 das maßgebliche Handbuch schreiben, warnen jedoch, dass der Ausbruch unter dem Medikament nicht die Heilung ist:

„Der Patient sollte sich an seine emotionale Abreaktion erinnern können. Sonst war die Episode nur ein Ausbruch oder eine Explosion von Spannung, die sich mit Sicherheit wieder aufbauen wird.“

„…the patient should be able to remember […] his emotional abreaction. Otherwise the episode has been only an eruption or explosion of tension, which is certain to rebuild.“ — Grinker und Spiegel, Men Under Stress, 1945, S. 392.

Das ist Janets Kriterium. 1949 wendet die offizielle Bilanz der Armee es gegen die Methode: Die Technik mit dem Medikament „verschafft dem Patienten keine Einsicht, da für die Sitzung eine fast vollständige Amnesie besteht“, und der Verlauf der Krankheit werde „selten nennenswert beeinflusst“.

An diesem Punkt verlässt die Psychiatrie den Weg des Traumas. Sie tut es, bevor die modernen Psychopharmaka kommen, und aus einem technischen Grund: Die Methode, die sie hatte, hielt der Prüfung nicht stand. In den folgenden Jahren überlebt, was sich patentieren oder auf ein Handbuch bringen lässt.

Der Indikator

Wie findet man das geladene Erlebnis bei einer Person, die nicht weiß, dass sie es hat? 1900 bemerkt der Psychologe Theodor Ziehen, dass die Antwort verspätet kommt, wenn ein Wort etwas Emotionales berührt. Jung in Zürich macht daraus eine Methode: hundert Wörter, die Zeit jeder Antwort und eine für jede Versuchsperson berechnete Schwelle. Wo die Antwort zögert oder die Person das Wort wiederholt oder es missversteht, liegt etwas darunter. Ab 1907 stellt er ein Galvanometer daneben, das die Reaktion der Haut anzeigt, auch wenn die Person nichts erkennen lässt.

In den folgenden dreißig Jahren wird aus diesem Instrument eine Brücke mit einem Knopf, der die Nadel auf null zurückbringt, dann ein Kasten mit einer Röhre. 1951 lässt Volney Mathison eine Version patentieren; Hubbard übernimmt sie. Dieser Teil hat eine eigene Geschichte, mit den Schaltbildern.

Der Knoten von 1950

Eine direkte Verbindung zu dieser Geschichte hat der Autor schwarz auf weiß festgehalten. Im Artikel vom Mai 1950 berichtet Hubbard, er habe die vorhandenen Methoden durchgesehen, und über eine sagt er:

„Die Narkosynthese schien eine gute Spur zu sein, bis man einige Fälle entdeckte, die durch Narkosynthese ‚geheilt‘ worden waren. Sie wurden mit der Technik noch einmal durchgearbeitet, nur um herauszufinden, was geschehen war. […] Sie schien etwas zu tun, das über das hinausging, was sie tun sollte, und dieses Etwas darüber hinaus war schlecht.“

„Narco-synthesis seemed a good lead, until some cases were discovered which had been ‘cured’ by narco-synthesis. They were reworked with the technique just to discover what had occurred. […] It seemed to do something beyond what it was supposed to do and that something beyond was bad.“ — Astounding Science Fiction, Mai 1950.

Er kannte also die Technik der Militärärzte, hatte sie erwogen und verworfen, zusammen mit der Hypnose („man kann nicht jeden hypnotisieren“). Es ist derselbe Schluss, zu dem die Armee ein Jahr zuvor gekommen war, aus demselben Grund: Das Medikament nimmt der Person die Erinnerung an das, was sie getan hat.

Nebeneinandergelegt sind die Stücke diese.

Im Buch von 1950Gab es schonWo
Eine bleibende Spur, die den ganzen Augenblick aufzeichnet und durch ein Bruchstück wieder aktiv wirdjaSemon 1904, Bleuler 1916
Eine Ladung, die bleibt und körperliche Symptome erzeugtjaBreuer und Freud 1895
Zu einer Kette verbundene Erlebnisse, bis zum ersten zurückzuverfolgenjaFreud 1895, Janet 1898
Wiederholen, bis die Reaktion erlischtja, im LaborPawlow 1927
Zum Erlebnis zurückkehren und es in der Gegenwartsform erzählenjaArmeefilme 1944–46
Die Person muss bei Bewusstsein bleiben und sich erinnernja, als KriteriumJanet 1919, Grinker und Spiegel 1945
Körperlicher Schmerz mit Bewusstseinsverlust als Grundlage von allem, vor dem emotionalen Erlebnisneinin keiner Quelle gefunden
Die Aufzeichnung vor der Geburtneinnicht gefunden
Eine Methode ohne Medikament und ohne Hypnose, die für jeden anwendbar sein sollneinJanet erklärt, sie nicht zu haben; die Militärärzte verwenden das Medikament

Was sich daraus ergibt

Das Erste ist, dass das Gebäude nicht aus der Luft gegriffen ist. Spur, Ladung, Kette, Rückkehr zum Erlebnis, Notwendigkeit der bewussten Erinnerung: Das sind Gedanken von Semon, Bleuler, Freud, Janet, Pawlow und den Ärzten der amerikanischen Armee, veröffentlicht an akademischen Orten. Wer sie als Phantasie eines Schriftstellers abtut, muss zuerst diese abtun.

Das Zweite ist, dass keiner von ihnen sie zusammengefügt hatte. Semon war Zoologe und behandelte niemanden. Bleuler hatte die Spur, aber kein Verfahren. Freud hatte die Kette und arbeitete mit Hypnose und dem Druck auf die Stirn. Janet hatte das Verfahren und konnte es nicht weitergeben. Pawlow arbeitete mit Hunden. Die Militärärzte hatten die Sitzung, hingen aber vom Barbiturat ab. Jeder hielt einen Faden.

Das Dritte ist das Paradox der Zeitpunkte. Gerade als die Psychiatrie diese Linie aufgibt, weil ihre Methode in der Bilanz von 1949 durchgefallen ist, sammelt jemand von außen die Fäden auf, lässt das Medikament weg, fügt ein eigenes Kriterium hinzu und erklärt, daraus ein Verfahren gemacht zu haben. Die Reaktion der Ärzte im Jahr 1950 trifft diese Erklärung, nicht die Ausgangsgedanken, die ihre eigenen waren.

Was belegt ist und was nicht

An den Texten belegt: dass jedes Element vor 1950 vorhanden war, beim angegebenen Autor und im angegebenen Jahr; dass Hubbard die Narkosynthese kannte und verwarf; dass drei Elemente in keiner der untersuchten Quellen vorkommen.

Nicht belegt: dass Hubbard Semon, Bleuler, Janet oder Freud gelesen hat. Das Buch von 1950 zitiert sie nicht (Pawlow kommt einmal vor). Dieser Artikel sagt, dass die Gedanken verfügbar waren, nicht, von wem er sie genommen hat.

Außerhalb des Rahmens: ob die Theorie wahr ist und ob das Verfahren die behaupteten Ergebnisse liefert. Das ist eine Frage gemessener Fälle, nicht der Geschichte.

Grenzen der Quellen: Freud wird nach der zeitgenössischen englischen Übersetzung zitiert, nicht nach dem deutschen Text; die Bilanz der Armee von 1949 wird hier nur in Übersetzung wiedergegeben; „nicht gefunden“ heißt nicht gefunden in den untersuchten Quellen, die viele sind, aber nicht alle.

Quellen

Breuer und Freud, Studien über Hysterie, 1895 · Janet, Névroses et idées fixes, 1898; „L’amnésie et la dissociation des souvenirs par l’émotion“, 1904; Les médications psychologiques, 1919 · Semon, Die Mneme, 1904 · Jung, Diagnostische Assoziationsstudien, 1906 · Bleuler, Lehrbuch der Psychiatrie, 1916 · Russell, The Analysis of Mind, 1921 · Pawlow, Conditioned Reflexes, 1927 · Kardiner, The Traumatic Neuroses of War, 1941 · Film des Kriegsministeriums, 1944, und Let There Be Light, 1946 · Grinker und Spiegel, Men Under Stress, 1945 · Hanson (Hrsg.), Combat Psychiatry, 1949 · Hubbard, „Dianetics: The Evolution of a Science“, Astounding Science Fiction, Mai 1950.

Von Jungs Galvanometer zum E-Meter: neunzig Jahre lang dieselbe Messung

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1907 setzte man in Zürich einen Patienten zwischen eine Batterie und ein Galvanometer und sah zu, wie ein Lichtpunkt über eine Skala wanderte. 1996 korrigierte ein Patent automatisch die Verstärkung eines Geräts mit zwei Dosen und einem Zeiger. Dazwischen liegen acht Schaltbilder. Fast alles ändert sich, nur nicht das, was gemessen wird.

Rekonstruiert anhand der Originalveröffentlichungen. Die Schaltbilder sind neu gezeichnet und vereinfacht; wo es die zeitgenössische Abbildung gibt, steht sie daneben.

Wie man die Schaltbilder liest

In allen Abbildungen bezeichnet eine Farbe immer dasselbe Bauteil, auch wenn es seine Form ändert.

Körper: die Person mit den Elektroden
Quelle: die Batterie, die den Strom treibt
Anzeige: das, was man sich bewegen sieht
Abgleich: das, was man verstellt, um auf null zurückzukommen
Empfindlichkeit: wie stark die Bewegung vergrößert wird
Grau: feste Widerstände und Drähte

1907: ein einziger Stromkreis

Die Methode kommt über Otto Veraguth zu Jung, einen Zürcher Neurologen, der sie „psychogalvanischen Reflex“ nennt. Die Schaltung ist die einfachste, die es gibt: Batterie, Körper und Galvanometer in Reihe. Veraguth gibt zwei Elemente mit zusammen 2,4 Volt an und lässt die Versuchsperson zwei hohle Nickelzylinder von zehn Zentimetern Länge in die Hände nehmen. Das Instrument ist ein Spiegelgalvanometer: ein Lichtstrahl, der auf eine einen halben Meter lange Skala reflektiert wird. Ein Widerstand parallel zum Instrument, der Shunt, dient dazu, die Schwingungen zu verringern.

19072 Leclanché-Elemente2,4 VKörperNickelzylinder in der HandGalvanometermit SpiegelShuntEmpfindlichkeitein einziger Kreis: Batterie, Körper, Instrument
Die Apparatur von Veraguth und Jung, rekonstruiert nach der Beschreibung in Worten: Keiner von beiden veröffentlicht ein Schaltbild. Es gibt nichts einzustellen, um auf null zurückzukommen: Man notiert, wo der Lichtpunkt in Ruhe steht und um wie viele Millimeter er sich verschiebt.
Schaltbild von Sidis und Kalmus, 1908
Das erste gedruckte Schaltbild. Sidis und Kalmus, Psychological Review, 1908, S. 394. Es ist derselbe Stromkreis: Batterie B (etwa 1 Volt), Elektroden E, Galvanometer G mit dem Widerstand R parallel dazu.

Jung fügt eine praktische Idee hinzu: einen Schieber, den der Versuchsleiter von Hand dem Lichtpunkt nachführt und der mit einer Schreibfeder verbunden ist, die auf eine Papierrolle schreibt. Er liest ein Wort vor, wartet, schaut. Die Reaktion setzt eine bis sechs Sekunden nach dem Wort ein. Von Widerstand in Ohm spricht niemand: Man zählt Millimeter.

Die ersten Zahlen in Ohm kommen 1911 von Wells und Forbes, noch immer mit dem einfachen Stromkreis: Batterie mit 0,67 Volt, etwa 100 Mikroampere durch den Körper, Widerstände zwischen 5.000 und 35.000 Ohm. Diese Zahlen sollte man sich merken.

1912: die Brücke

Gregor und Loewe wollen den Widerstand messen und nicht nur zusehen, wie er sich ändert. Sie nehmen die Schaltung, mit der man im Labor jeden beliebigen Widerstand misst: die Brücke. Der Körper wird zu einem der vier Zweige; ihm gegenüber liegt ein bekannter Widerstand; ein Schleifkontakt gleitet über einen Draht, bis durch das Galvanometer kein Strom mehr fließt. Dann ist die Brücke abgeglichen, und die Stellung des Schleifkontakts sagt, wie groß der Widerstand des Körpers ist.

1912Akkumulatorohne VoltangabeVergleichswiderstandbis 11.000 ΩDraht, Abschnitt aSchleifer auf 50 cmKörpermit den ElektrodenDraht, Abschnitt bSchleifer auf 50 cmGalvanometer
Gregor und Loewe, 1912: die Schleifdrahtbrücke. Man gleicht mit dem Schleifkontakt auf null ab, lässt ihn stehen und liest die Ausschläge ab; ein Widerstandskasten an der Stelle des Körpers übersetzt sie dann in Ohm.
Abbildung 2 von Gregor und Loewe, 1912
Das Original. Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie 12, 1912, S. 426: R Vergleichswiderstand, K Körper, A Akkumulator, M Draht von 50 cm, G Galvanometer.

Von hier an hat das Galvanometer zwei Aufgaben. Steht es auf null, zeigt es, dass die Brücke abgeglichen ist, und damit, wie groß der Widerstand ist. Bewegt es sich, zeigt es die Reaktion.

1922: Die Brücke kommt in die Psychologiebücher

Whately Smith in Cambridge veröffentlicht The Measurement of Emotion mit dem vollständigen Schaltbild: Batterie mit 2 Volt, zwei feste Widerstände, ein Widerstandskasten mit Drehknöpfen. Er gleicht einmal am Anfang ab und rührt dann nichts mehr an: Er liest nur ab, um wie viel sich der Lichtpunkt verschiebt. Drei Jahre später veröffentlicht David Wechsler eine ähnliche Schaltung, die eine Firma in Chicago mit 1,5 Volt in den Handel bringt.

1922Batterie2 Vfest1.000 Ωfest100 ΩKörperZinkelektrodenDekadenwiderstandanfangs eingestelltGalvanometer
Whately Smith, 1922, S. 33. Der Dekadenwiderstand ist der Zweig, der eingestellt wird; die Werte der festen Widerstände sind die in der Abbildung gedruckten.

1928–1938: der geeichte Widerstand, der den Zeiger auf null zurückholt

Hier entsteht der Handgriff, den jeder gut kennt, der ein E-Meter benutzt hat. Jeffress schaltet 1928 einen Widerstandskasten in Reihe mit der Versuchsperson: Sinkt der Körperwiderstand, fügt er ebenso viel hinzu, und der Zeiger kehrt auf null zurück. Was er hinzugefügt hat, ist der Messwert. Zehn Jahre später stellt das Lehrbuch von Woodworth, mit dem Generationen amerikanischer Psychologen studieren, dies als die normale Schaltung dar:

„Angenommen, der Widerstand der Versuchsperson nimmt ab: Das Gleichgewicht ist gestört, und durch das Galvanometer fließt Strom, der den Zeiger ausschlagen lässt. Der Versuchsleiter kann nun den Widerstand in Reihe mit der Versuchsperson erhöhen und dabei den hinzugefügten Betrag notieren, bis der Zeiger auf null zurückkehrt.“

«Let O’s resistance decrease: the balance is disturbed and current flows through the galvanometer, causing the needle to swing. E may now increase the resistance in series with O, noting the amount added, till the needle comes back to zero.» — Woodworth, Experimental Psychology, 1938, S. 278.

1938Batterieohne Voltangabefest80.000 Ωfest2.000 ΩKörpergeeichte Spulefest1.000 ΩGalvanometer
Woodworth, 1938, Abbildung 72. Der Körperzweig hat insgesamt 40.000 Ohm: der Körper plus die geeichte Spule. Zwei getrennte Ablesungen: Die Spule gibt das Niveau, der Zeiger die Reaktion.
Abbildung 72 von Woodworth, 1938
Das Original. Die „Wheatstone-Brücke zur Messung der Widerstandsniveaus und der Größe des psychogalvanischen Reflexes“.

1928: eine Röhre anstelle des Galvanometers

Das Spiegelgalvanometer ist empfindlich, teuer und braucht einen dunklen Raum. In Sydney ersetzen es Bellingham, Langford Smith und Martin durch eine Radioröhre und ein Zeigerinstrument für die Schalttafel. Sie nennen das „thermionische Brücke“. Man dreht an einem Potentiometer, bis der Zeiger in der Skalenmitte steht, und schaut dann zu:

„Jede Zunahme des Anodenstroms zeigt eine Abnahme des Widerstands der Versuchsperson an, und die Ausschläge sind den Widerstandsänderungen nahezu proportional.“

«…any increase in plate current indicates a decrease in the resistance of the subject, and the deflections are nearly proportional to the alterations in resistance.» — Australasian Journal of Psychology and Philosophy 6, 1928, S. 140.

1928Batterie30 VPotentiometer400 Ω: legt null festfestKörperfest50.000 ΩRöhreInstrument mit Mittennull
Die „thermionische Brücke“ von 1928 in der gleichwertigen Brückenform, die die Autoren selbst angeben. Das Instrument hat den Nullpunkt in der Mitte und erreicht den Vollausschlag bei etwa 10 Mikroampere.
Abbildung 2 von Bellingham u. a., 1928
Das Original. Die Versuchsperson, der Widerstand von 50.000 Ohm, die Röhre, das Galvanometer im Anodenkreis, das Potentiometer mit 400 Ohm.

Damit sind alle Teile beisammen: Brücke, Körper in einem Zweig, ein Knopf, der auf null zurückstellt, Verstärker, Zeigerinstrument. Wir schreiben das Jahr 1928.

1930: Jemand weist auf den Mangel hin

Die Brücke hat ein Problem, und die Psychologen sehen es sofort. Dieselbe Widerstandsänderung bewegt den Zeiger stärker oder schwächer, je nachdem, auf welchem Niveau man sich befindet. R. C. Davis schreibt 1930:

„Die gebräuchlichste Schaltung zur Untersuchung der galvanischen Reaktion ist die Wheatstone-Brücke. So, wie sie gewöhnlich benutzt wird, werden die elektrischen Verhältnisse jedoch äußerst kompliziert, und die direkte Proportionalität zwischen Ausschlag und Widerstandsänderung geht verloren.“

«The most common circuit used for study of the galvanic reaction is the wheatstone bridge… But as it is ordinarily used the electrical relations become extremely complicated, and direct proportionality of deflection to resistance change is lost.» — Davis, Archives of Psychology 115, 1930, S. 12.

Davis und andere antworten mit Konstantstromschaltungen. Die Brücke bleibt dennoch der Standard, samt ihrem Mangel. Den sollte man im Kopf behalten: Am Ende taucht er wieder auf.

1951: Mathison

Volney Mathison meldet sein „Elektropsychometer“ am 1. August 1951 zum Patent an. In der ersten Zeile der Patentschrift sagt er, wovon er ausgeht:

„Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass, wenn eine Versuchsperson in Reihe mit einem empfindlichen Galvanometer und einer Gleichstromquelle niedriger Spannung geschaltet wird, die psychogalvanometrische Anordnung als Ganzes ein wertvolles Hilfsmittel in Psychoanalyse und Psychotherapie ist.“

«It has been known for many years that if a subject is connected in series with a sensitive galvanometer and a source of low-potential direct current […] the psychogalvanometric arrangement as a whole is a valuable adjuvant in psychoanalysis and psychotherapy.» — US-Patent 2,684,670.

1951Anodenbatterieetwa 250 VfestfestKörperMetallschwämmeTonhebel50 kΩ, bezifferte Skala2 TriodenMikroamperemeter 50 µA
Mathisons Elektropsychometer, stark vereinfacht: Im Patent wird die Brücke von den beiden Trioden gebildet. Neu ist der Hebel mit bezifferter Skala, der laut Text das „Tonniveau“ des Patienten anzeigt.

Es ist die Schaltung von 1928 in einem Kasten, mit einem neuen Namen auf dem Knopf. Die Elektroden sind Schwämme aus Metallgewebe; die Dosen kommen wenig später, auf Anregung eines anderen.

1966: das Hubbard-Patent

Das Patent trägt den Titel Vorrichtung zum Messen und Anzeigen von Änderungen des Widerstands eines lebenden Körpers. Aus den Röhren werden drei Transistoren, aus der Stromversorgung zwei Batterien, und der Knopf erhält eine Eichung in Ohm: 5.000 Ohm bei Stellung 2, 12.500 bei Stellung 3.

1966Batterien1,5 V und 6 Vfest22 kΩfest6,8 kΩKörperDosen in der HandTonarm5 kΩ = 2 · 12,5 kΩ = 33 TransistorenInstrument 100 µA
US-Patent 3,290,589, vereinfacht. Gegenüber 1951 ändern sich der Verstärker und die Eichung des Tonarms. Der Zeiger hat einen Ruhepunkt bei einem Drittel der Skala.

Hubbard selbst beansprucht im Handbuch von 1952 die Messung nicht für sich:

„Das Messen des Denkens mit einem Messgerät ist nicht neu; neu sind das Verständnis und die Genauigkeit der Messung.“

«The measurement of thought with a meter is not new; the understanding and accuracy of measurement is new.» — Electropsychometric Auditing, 1952.

1996: der Mangel von 1930, behoben

Bleibt das Problem von Davis: Bei niedrigem Tonarm ergibt dieselbe Reaktion einen großen Zeigerausschlag, bei hohem Tonarm einen kleinen, und der Bediener muss die Empfindlichkeit von Hand nachstellen. Das 1996 angemeldete US-Patent 6,011,992 löst das mit einer Schaltung, die die Stellung des Tonarms abliest und die Verstärkung selbst einstellt. Im Patentanspruch heißt es:

„…die Verstärkung der Verstärkerschaltung nach einem vorgegebenen Verhältnis einzustellen, sodass für eine gemessene Widerstandsänderung eine Antwort von im Wesentlichen konstanter Amplitude erzeugt wird.“

«…adjusting the gain of said amplifier circuit according to a predetermined ratio such that a generally constant amplitude response is generated for a measured change in resistance.» — US-Patent 6,011,992.

1996BatteriefestfestKörperDosen in der HandTonarm5 kΩ = 2 · 12,5 kΩ = 3VerstärkerInstrument
US-Patent 6,011,992. Der gestrichelte Pfeil ist das Neue: Der Tonarm steuert die Verstärkung des Verstärkers. Sechsundsechzig Jahre nach dem Einwand von Davis.

Wie sich jedes Teil verändert

Körper
Nickelzylinder in der Hand (1907)→Platten, Schalen mit Salzwasser→Zinkelektroden (1922)→Metallschwämme (1951)→Dosen
Quelle
2,4 V (1907)→0,67 V (1911)→2 V (1922)→1,5 V (1925)→Batterien mit 1,5 und 6 V (1966)
Anzeige
Lichtpunkt auf einer Skala→Zeiger mit Nullpunkt in der Mitte (1928)→Mikroamperemeter 50 µA (1951)→100 µA mit Ruhepunkt (1966)
Abgleich
keiner (1907)→Schleifkontakt auf Draht (1912)→Dekadenwiderstand (1922)→geeichte Spule in Reihe (1928–38)→Tonhebel (1951)→Tonarm in Ohm (1966)
Empfindlichkeit
Shunt (1907)→Röhre (1928)→zwei Trioden (1951)→drei Transistoren (1966)→automatische Verstärkung (1996)

Dasselbe

Stellt man die Zahlen nebeneinander, die die Autoren angeben, ergibt sich dieses Bild.

JahrWerSpannungStrom durch den KörperAbgelesener Widerstand
1907Veraguth2,4 Vnicht angegebennur Millimeter
1911Wells und Forbes0,67 V95–114 µA5.000–35.000 Ω
1922Whately Smith2 Vnicht angegebennur Millimeter
1925Wechsler, Handelsausführung1,5 Vnicht angegebenan der Brücke abgelesen
1936Übersicht von Ruckmick—40–100 µA—
1966Hubbard-Patent1,5 und 6 Vnicht angegeben5.000 Ω = 2 · 12.500 Ω = 3
2004Patent des digitalen Modells—höchstens 50 µAin Ohm, berechnet

Eine oder zwei Batterien. Einige Dutzend Mikroampere von einer Hand zur anderen. Eine Haut, die zwischen fünftausend und einigen zehntausend Ohm hat und für ein paar Sekunden etwas weniger, wenn der Person etwas widerfährt. Jung sah es als Lichtpunkt, der über eine Zelluloidskala glitt; wer ein E-Meter benutzt, sieht es als Zeiger, der fällt. Es ist dieselbe physikalische Größe, auf dieselbe Weise gemessen, mit Strom derselben Größenordnung.

Was neunzig Jahre hinzugefügt haben, ist Ablesekomfort: eine Möglichkeit, auf null zurückzukommen, eine Zahl für das Niveau, ein robuster Zeiger anstelle eines Spiegels und am Ende eine Schaltung, die die Amplitude konstant hält.

Was gesichert ist und was nicht

An den Originalabbildungen und -texten abgelesen: die Schaltbilder von 1908, 1912, 1922, 1928 und 1938; die Spannungen bei Veraguth, Wells und Forbes, Whately Smith; die Werte der beiden Patente; alle Zitate.

Rekonstruiert oder vereinfacht: das Schaltbild von 1907 (Veraguth und Jung beschreiben es nur in Worten); die Schaltbilder von 1951, 1966 und 1996, auf die Brückenform zurückgeführt, um sie vergleichen zu können.

Aus zweiter Hand: Die Spannung von Wechslers handelsüblichem Gerät und die Ströme bei Ruckmick stammen aus Übersichten von 1935–36, nicht aus den Originalartikeln.

Nicht gefunden: ein gedrucktes Schaltbild von Waller, der die Brücke doch seit 1918 verwendete; der Originalartikel von Wechsler aus dem Jahr 1925 (die Abbildung ist aus einer Reproduktion von 1933 bekannt).

Quellen

Veraguth, Monatsschrift für Psychiatrie und Neurologie 21, 1907 · Jung, Journal of Abnormal Psychology 1, 1907 · Peterson und Jung, Brain 30, 1907 · Sidis und Kalmus, Psychological Review 15, 1908 · Wells und Forbes, Archives of Psychology 16, 1911 · Gregor und Loewe, Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie 12, 1912 · Whately Smith, The Measurement of Emotion, 1922 · Jeffress, Journal of Experimental Psychology 11, 1928 · Bellingham, Langford Smith und Martin, Australasian Journal of Psychology and Philosophy 6, 1928 · Davis, Archives of Psychology 115, 1930 · Ruckmick, The Psychology of Feeling and Emotion, 1936 · Woodworth, Experimental Psychology, 1938 · US-Patente 2,684,670 (Mathison), 3,290,589 (Hubbard), 6,011,992.

L’auditing a distanza è impossibile? Cosa dicono i Basic Auditing Series

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Auditing di base · Lettura dei testi

Ho riletto gli undici bollettini cercando un passo che renda impossibile il ciclo di comunicazione quando auditor e pc non sono nella stessa stanza. Non c’è. Ci sono invece requisiti precisi che il collegamento deve reggere.

Riferimento: Basic Auditing Series 1R–11, bollettini HCO del 23 maggio 1971

In breve

Negli undici bollettini nessun passo richiede che i due corpi condividano lo stesso luogo. I passi che toccano l’argomento dicono il contrario: la distanza fa parte della formula e il mezzo è dichiarato indifferente.

Quello che i bollettini richiedono è percezione: vedere il pc, leggere il meter, dare il riconoscimento nell’istante giusto. Un collegamento che non porta queste cose non regge il testo. Una telefonata, per esempio, lo contraddice in modo esplicito.

La domanda

L’obiezione si sente spesso: l’auditing funziona solo di persona, perché fra auditor e pc ci deve essere «qualcosa» che uno schermo non porta. È un’affermazione sulla tecnica, quindi si può controllare sulla tecnica.

I Basic Auditing Series sono il posto giusto dove guardare. Sono undici bollettini, ristampati insieme il 23 maggio 1971, e trattano una cosa sola: il ciclo di comunicazione fra auditor e pc, cioè quello che secondo il primo della serie «fa funzionare l’auditing». Se la presenza fisica fosse una condizione, è lì che dovrebbe essere scritta. Qui sotto li cito con la sigla BAS (Basic Auditing Series) seguita dal numero: BAS 4R è il quarto bollettino della serie, riveduto.

Li ho letti cercando ogni frase che parli di luogo, distanza, vista, tatto, gesto o strumento, e per ognuna mi sono chiesto: questa frase resta vera se i due sono in due città diverse?

Quattro passi che escludono l’impossibilità

  1. They are cause, distance, effect with the Auditor at cause and the Pc at effect, and cause, distance, effect with the Pc at cause and the Auditor at effect.

    BAS 4R, Communication Cycles Within the Auditing Cycle

    Il ciclo è definito come causa, distanza, effetto. La distanza è un termine della formula, e il bollettino non le dà né misura né limite. Un metro e mille chilometri sono entrambi «distanza».

  2. Even if it’s telepathy it’s cause, distance, effect. It doesn’t matter how that communication took place, you know whether he’s answered the command by a communication cycle. I don’t care how you sense this.

    BAS 4R

    «Non importa come quella comunicazione sia avvenuta.» Il mezzo è dichiarato indifferente, purché il ciclo si compia. È il passo più netto di tutta la serie.

  3. Actually there is no backflow of any kind that hits the auditor […] It isn’t burning the mass, it is as-ising the mass and that’s why there is nothing hitting the auditor.

    BAS 1R, The Magic of the Communication Cycle

    Il primo bollettino descrive auditor e pc come due poli, e si potrebbe leggere l’immagine in senso elettrico: due poli vicini, una corrente in mezzo. Il testo lo esclude subito. Fra i due corpi non passa nulla di fisico; la massa del pc viene as-isata, non trasferita. Un modello in cui niente viaggia da un corpo all’altro non ha bisogno che i corpi siano vicini.

  4. This cut communication line is not perceivable to the naked eye. It’s hidden because it’s from the Pc—a Thetan unseen by the Auditor—to the Pc’s bank—unseen by the Auditor.

    BAS 3, The Three Important Communication Lines

    Delle tre linee di una seduta, la più importante è quella dal pc al suo bank. Il bollettino dice che l’auditor non la vede a occhio nudo nemmeno quando il pc gli siede davanti. La parte decisiva della seduta non dipende da ciò che i due corpi hanno in comune.

Quello che il testo richiede davvero

Che non ci sia un divieto non vuol dire che qualunque collegamento vada bene. I bollettini chiedono all’auditor di percepire parecchie cose, e ognuna diventa una condizione sul canale. La prima è la più dura.

Vedere il pc

An Auditor who isn’t watching a Pc at all never notices a Pc who isn’t receiving or understanding the auditing command.

BAS 4R

Dei sei cicli di comunicazione che formano un ciclo di auditing, almeno tre si reggono sull’osservazione: il pc è pronto a ricevere il comando? L’ha ricevuto e capito? Ha ricevuto il riconoscimento? Il bollettino dice che lo si capisce «guardando il pc». Il solo audio contraddice il testo. Con il video la condizione regge.

Vedere mani e lattine

…this handles such a thing as the Pc originates by throwing down the cans. That’s still an origin.

BAS 4R

Un’originazione può non essere a parole. Se l’inquadratura mostra solo il viso, l’auditor la perde.

Leggere il meter in tempo reale

In the absence of that communication you do not get meter action.

BAS 1R; BAS 2R chiede «perfect meter reading»

Il meter è dalla parte del pc, l’auditor dall’altra. I bollettini non dicono dove debba stare lo strumento; dicono che l’auditor deve leggerlo. Senza una lettura remota di ago e tone arm, le azioni al meter non si possono fare come sono descritte.

Sincronia fra lettura e pensiero

Steering a pc with “That—That—That” on something reading is allowable.

BAS 11, Metering

Lo steering funziona se il «quello» arriva al pc mentre sta ancora guardando la cosa che ha fatto leggere il meter. Qui il ritardo si somma due volte: la lettura viaggia verso l’auditor, la voce torna verso il pc. Se la somma è troppa, l’auditor indica una cosa diversa da quella che ha letto.

Riconoscimento nell’istante giusto

He looks like he’s finished and he feels like he’s finished. It’s part sense; it’s part his vocal intonation.

BAS 5R; vedi anche BAS 4R e BAS 7, Premature Acknowledgements

Un riconoscimento dato prima che il pc abbia finito gli taglia la comunicazione; uno che arriva tardi lo lascia a parlare a vuoto. Sono i due errori a cui la serie dedica più pagine. Un collegamento con ritardo, o con audio che lascia passare una voce alla volta, li produce da solo, anche con un auditor dai TR impeccabili.

Lo sguardo come indicatore

Pcs who won’t look at you are ARC Broken.

BAS 9, Comm Cycle Additives

In video chi guarda il volto dell’altro sullo schermo non guarda nell’obiettivo. Il pc che ti sta guardando può sembrare uno che guarda altrove. L’indicatore va ricalibrato, altrimenti dà falsi allarmi.

Sentire bene

The ONLY time you ever ask for a repeat is when you couldn’t hear it.

BAS 9; la formula corretta è in BAS 6, Auditor Failure to Understand

Chiedere di ripetere perché non si è sentito è ammesso, e BAS 4R dice che ogni inciampo aggiunge cicli di comunicazione al ciclo di auditing senza romperlo. Un audio scadente quindi non impedisce la seduta, ma la appesantisce a ogni «non ho sentito».

Un oggetto che entrambi vedono

Just get the pc to say it again or get the pc to point it out again.

BAS 6

Perché il pc possa indicare qualcosa, per esempio un item su una lista, quel qualcosa dev’essere visibile a tutti e due. Serve una lista o uno schermo condiviso.

Dove la distanza toglie un errore possibile

Also, do not shove things at a pc or throw things to a pc. Don’t gesture toward a pc. It drives in anchor points and makes the pc reject the auditor.

BAS 6 vieta di spingere o lanciare oggetti verso il pc. Sono gli unici passi della serie che presuppongono uno spazio fisico in comune, e sono divieti: a distanza quegli errori non si possono commettere. Il gesto verso il pc, invece, in video resta possibile e resta vietato.

Cosa questa lettura non copre

  • «Auditor presence». BAS 2R elenca fra le cose che devono essere perfette la auditor presence, ma la serie non la definisce. Se altrove è definita come presenza del corpo, la conclusione cambia.
  • La realtà del terminale. BAS 1R dice che il pc ha bisogno di un secondo terminale perché si considera massa, e BAS 2R che una linea di comunicazione dipende da realtà, comunicazione e affinità. Se un auditor su uno schermo sia per quel pc un terminale abbastanza reale è una domanda che si risolve pc per pc, non sui testi.
  • È una lettura, non una prova. Dico che i bollettini non la escludono. Che una seduta a distanza dia gli stessi risultati di una in presenza lo dicono solo i risultati.

In pratica

Chi vuole fare una seduta a distanza restando dentro questi bollettini ha una lista di controllo già scritta:

  • video sempre, mai solo voce;
  • inquadratura che prende viso, mani e lattine;
  • ago e tone arm visibili all’auditor in tempo reale;
  • audio a due vie contemporanee, senza tagli quando le voci si sovrappongono;
  • ritardo abbastanza basso da non falsare riconoscimenti e steering: va provato prima, non in seduta;
  • ricordarsi che lo sguardo del pc in video inganna.

Se una di queste voci manca, non è la distanza a rompere il ciclo di comunicazione. È il canale che non porta quello che il testo chiede all’auditor di percepire.

Fonti. Basic Auditing Series 1R, 2R, 3, 4R, 5R, 6, 7, 8, 9, 10R, 11: bollettini HCO del 23 maggio 1971 (Issue I–X), alcuni riveduti fra novembre e dicembre 1974. BAS 6 ristampa l’HCOB del 17 ottobre 1962, BAS 7 quello del 7 aprile 1965, BAS 8 quello del 5 febbraio 1966, BAS 9 l’HCO PL del 1° luglio 1965.

Le citazioni sono in originale; le parafrasi italiane sono mie.

Il «Procedimento Preoccupazione» è tradotto male

Correzione di traduzione · Grado 2

Nell’edizione italiana dei fogli dei gradi il Worry Process è stato reso con «preoccupare». In quel bollettino worry vuol dire tormentare. Ogni auditor che ha i gradi in italiano ha in mano i comandi sbagliati.

Riferimento: HCOB 22 dicembre 1960, O-W A Limited Theory

In breve

Nei fogli italiani del Grado 2 c’è un procedimento intitolato Procedimento Preoccupazione. Il titolo e i tre comandi sono una traduzione errata dell’originale inglese: non è una svista di una copia, è nel testo dell’edizione italiana, quindi in tutte le copie.

Chi audisce il Grado 2 in italiano deve correggere a mano la propria copia prima di usare il procedimento. I comandi corretti sono qui sotto.

Com’è nei fogli italiani

Procedimento Preoccupazione

  1. «Abbi l’idea di preoccupare qualcosa.»
  2. «Abbi l’idea di non preoccupare qualcosa.»
  3. «Abbi l’idea di qualcosa che sia preoccupato.»

Come va corretto

Procedimento Tormento

  1. «Abbi l’idea di tormentare qualcosa.»
  2. «Abbi l’idea di non tormentare qualcosa.»
  3. «Abbi l’idea che qualcosa sia tormentoso.»

Di quale procedimento si parla

In inglese è il Worry Process, procedimento numero 7 nell’elenco dei procedimenti del Grado 2 dato dal BTB del 15 novembre 1976, Issue IV, 0-IV Expanded Grade Processes – Quads, Part D, Grade 2 Processes (che annulla il BTB del 4 gennaio 1972RB, la versione a tre flussi). In altre edizioni dei gradi il numero d’ordine può essere diverso: fa fede il nome.

Il riferimento che il BTB indica è il bollettino HCO del 22 dicembre 1960, O-W A Limited Theory, scritto a Johannesburg e ristampato da Saint Hill il 5 gennaio 1961. Nel bollettino i comandi sono tre:

Get the idea of worrying something.
Get the idea of not worrying something.
Get the idea of something being worrisome.

Il bollettino aggiunge che al posto di something si possono usare persone, animali o cose.

Dove sbaglia la traduzione italiana

Gli errori sono due, e il secondo discende dal primo.

Il verbo. Davanti a worry la mano va da sola su «preoccupare» e «preoccuparsi». È il senso che la parola ha quasi sempre nell’inglese di tutti i giorni: I worry about my son, sono in pensiero per mio figlio. Ma nei comandi il verbo ha un complemento oggetto diretto: worrying something, non worrying about something. Con l’oggetto diretto worry ha un altro significato, più antico e più fisico.

Senso sbagliato qui

to worry about — essere in pensiero, stare in ansia per qualcosa.

È uno stato d’animo. Nessuno lo subisce tranne chi lo prova.

Senso giusto qui

to worry (qualcosa, qualcuno) — tormentare, assillare, non lasciare in pace.

È un’azione. C’è qualcuno o qualcosa che la riceve.

L’esempio classico dei dizionari inglesi è the dog worries a bone: il cane che tiene l’osso fra i denti, lo scuote, lo mordicchia e non lo molla. La parola viene dall’inglese antico wyrgan, «strangolare»; il senso di «essere in ansia» è arrivato molti secoli dopo. Un bambino che tira la gonna della madre finché lei non cede la sta worrying. Così chi stuzzica una crosta, chi punzecchia un collega, chi non smette di fare domande.

«Abbi l’idea di preoccupare qualcosa», poi, in italiano non sta in piedi: una cosa non si può preoccupare. Il pc, per dare un senso al comando, lo aggiusta da sé in «preoccuparsi di qualcosa», e finisce ancora più lontano dall’originale.

Il terzo comando. Something being worrisome è qualcosa che dà tormento. I fogli italiani dicono «qualcosa che sia preoccupato», cioè qualcosa che il tormento lo prova. La direzione è rovesciata: in inglese worrisome non vuol mai dire «preoccupato» (che è worried).

Le prove sono nel bollettino

Non serve fidarsi del dizionario. Il testo stesso dice in cinque punti quale dei due sensi intende.

  1. Worrying others / Worrying about others

    Sono due gradini distinti e consecutivi del ciclo discendente. Se worry volesse dire «preoccuparsi», sarebbero lo stesso gradino scritto due volte. Il primo è tormentare gli altri, il secondo è preoccuparsi per gli altri.

  2. Worrying something is close to the lowest level of overt.

    «Tormentare qualcosa è vicino al livello più basso di overt.» Un overt è un atto commesso contro qualcosa. Stare in ansia non è un atto contro nessuno.

  3. It is the lowest effort to individuate.

    «È lo sforzo più basso per individuarsi.» Ci si stacca dall’altro dandogli fastidio. Preoccupandosi per lui si fa il contrario.

  4. Many pcs use their processing just to worry the auditor.

    «Molti pc usano il proprio processing solo per tormentare l’auditor.» Qui la lettura «preoccupare» non regge nemmeno per un momento, e ogni auditor ha in mente il pc di cui si parla.

  5. Worrying people is almost a way of life for the juvenile […] stuck in the violent motion of childhood and worrying others.

    «Tormentare la gente è quasi un modo di vivere per chi è immaturo.» Il ragazzino che non dà tregua, non il ragazzino ansioso.

Ecco il ciclo com’è nel bollettino, con i due gradini messi a confronto:

  • Independent beingsEsseri indipendenti
  • CommunicationComunicazione
  • Mis-communicationComunicazione sbagliata
  • ControlControllo
  • Mis-controlControllo sbagliato
  • HelpAiuto
  • Failed helpAiuto fallito
  • Overts and withholdsOvert e withhold
  • Overts and withholds by transferOvert e withhold per trasferimento
  • Worrying othersTormentare gli altri
  • Worrying about othersPreoccuparsi per gli altri
  • Being criticalEssere critici
  • Being critical of selfEssere critici verso sé stessi

Il procedimento lavora sul primo dei due gradini evidenziati. Il bollettino dice che il worry «sta sotto» l’O-W (undercuts O-W): raggiunge i casi che non sono ancora in grado di riconoscere i propri overt, ma che riescono a riconoscere di aver tormentato qualcuno o di essere stati tormentati.

Perché la differenza conta in seduta

Con i comandi dei fogli italiani il preclear va a cercare le proprie ansie: il mutuo, la salute, il figlio che torna tardi. Guarda ciò che gli pesa addosso. È il gradino sotto.

Con i comandi giusti guarda ciò che lui fa agli altri e alle cose: stuzzicare, punzecchiare, insistere, non mollare. È un overt, del tipo più leggero, ed è per questo che il procedimento sta sul Grado 2 insieme agli altri procedimenti di O-W. Tradotto con «preoccupare», perde proprio la parte per cui è stato messo lì.

Il chiarimento dei comandi non salva la situazione. Un pc italiano a cui si chiarisce «preoccupare» capisce benissimo la parola e la capisce nel senso sbagliato, senza che niente lo segnali: nessuna parola malcompresa da trovare, perché l’errore è a monte, nella traduzione.

I comandi corretti, flusso per flusso

Il BTB del 15 novembre 1976, Issue IV, riporta il procedimento su quattro flussi. I comandi del flusso 2 sono quelli del bollettino del 1960; gli altri tre flussi sono la stesura del BTB, che avverte di non sostituire i materiali originali. Qui sotto ogni comando italiano ha sotto l’originale.

Flusso 1

«Abbi l’idea di un altro che tormenta qualcosa.»Get the idea of another worrying something.

«Abbi l’idea di un altro che non tormenta qualcosa.»Get the idea of another not worrying something.

«Abbi l’idea che qualcosa sia tormentoso per un altro.»Get the idea of something being worrisome to another.

Flusso 2 — i comandi del bollettino

«Abbi l’idea di tormentare qualcosa.»Get the idea of worrying something.

«Abbi l’idea di non tormentare qualcosa.»Get the idea of not worrying something.

«Abbi l’idea che qualcosa sia tormentoso.»Get the idea of something being worrisome.

Flusso 3

«Abbi l’idea di altri che tormentano qualcosa.»Get the idea of others worrying something.

«Abbi l’idea di altri che non tormentano qualcosa.»Get the idea of others not worrying something.

«Abbi l’idea che qualcosa sia tormentoso per altri.»Get the idea of something being worrisome to others.

Flusso 0

«Abbi l’idea di tormentarti per qualcosa.»Get the idea of worrying yourself about something.

«Abbi l’idea di non tormentarti per qualcosa.»Get the idea of not worrying yourself about something.

«Abbi l’idea che qualcosa sia tormentoso per te.»Get the idea of something being worrisome to yourself.

Con persone, animali o cose al posto di «qualcosa»: «Abbi l’idea di tormentare tua sorella», «…il gatto», «…il motore della macchina».

La seconda parte: l’attaccare

Il bollettino avverte che il procedimento, percorso a lungo da solo, si impantana, e che va tenuto in movimento con un secondo procedimento sull’attaccare. Per il bollettino è dunque un altro procedimento (another process), da percorrere insieme al primo. Il BTB non gli dà né titolo né numero: lo mette sotto lo stesso numero 7, dopo la dicitura also run, «percorri anche». Per questo nei fogli italiani compare come seconda parte del Procedimento Preoccupazione, con i suoi flussi: «Abbi l’idea di qualcosa che ti attacca», «Abbi l’idea di qualcosa che non ti attacca», e così via.

Qui il verbo è reso bene, «attaccare» è attack, e la seconda parte si può continuare a usare. La riportiamo per intero dal BTB, così chi corregge la propria copia ha tutto il procedimento sotto gli occhi.

Flusso 1

«Abbi l’idea di un altro che ti attacca.»Get the idea of another attacking you.

«Abbi l’idea di un altro che non ti attacca.»Get the idea of another not attacking you.

Flusso 2

«Abbi l’idea di attaccare.»Get the idea of attacking.

«Abbi l’idea di non attaccare.»Get the idea of not attacking.

Flusso 3

«Abbi l’idea di altri che attaccano qualcosa.»Get the idea of others attacking something.

«Abbi l’idea di altri che non attaccano qualcosa.»Get the idea of others not attacking something.

Flusso 0

«Abbi l’idea di te che attacchi te stesso.»Get the idea of you attacking yourself.

«Abbi l’idea di te che non attacchi te stesso.»Get the idea of you not attacking yourself.

Nel bollettino del 1960 la coppia è data in forma generale: Get the idea of attacking something / Get the idea of not attacking something, «Abbi l’idea di attaccare qualcosa», «Abbi l’idea di non attaccare qualcosa».

Note sulla resa

  • Perché «tormentare» e non «infastidire» o «assillare». Tutti e tre rendono il senso. «Tormentare» è l’unico che regge anche il terzo comando («tormentoso») e il flusso 0 («tormentarsi per»), così i comandi restano sulla stessa radice, come in inglese restano tutti su worry.
  • Il titolo. «Procedimento Tormento» ricalca la forma del titolo italiano attuale cambiando solo la parola sbagliata. Chi annota la propria copia può anche lasciare accanto il titolo inglese, Worry Process.
  • Il terzo comando. Worrisome da solo si potrebbe rendere con «preoccupante». Ma cambiare radice al terzo comando spezza il procedimento: il pc deve guardare la stessa cosa da due lati, lui che tormenta e qualcosa che tormenta.
  • Il flusso 0. È l’unico punto in cui l’inglese usa worry about. Qui «tormentarsi per qualcosa» copre anche il senso di rodersi, stare in pensiero, senza abbandonare il verbo.
  • «Get the idea of». «Abbi l’idea di», come già nei fogli italiani. Questa parte della traduzione è giusta e non va toccata.

Cosa fare

  • Correggete la vostra copia. Nei fogli italiani del Grado 2, al Procedimento Preoccupazione, sostituite titolo e comandi della prima parte con quelli riportati qui, su tutti i flussi. La seconda parte, sull’attaccare, resta.
  • Avvisate il C/S. Se il procedimento è già stato percorso su un pc con i comandi italiani, segnalatelo: quel pc ha percorso un altro procedimento, e la decisione su cosa fare spetta a chi supervisiona il caso.
  • Avvisate chi cura la traduzione. La correzione va fatta nell’edizione italiana, non solo nelle copie di chi ha letto questa nota.
  • Fate girare questa nota fra gli auditor e i supervisori del caso che lavorano in italiano.

Fonte. HCO Bulletin of 22 December 1960, O-W A Limited Theory, distribuzione Franchise; ristampato da Saint Hill Manor il 5 gennaio 1961. Nei vecchi volumi tecnici: vol. IV, pp. 186–187. I comandi per flusso sono quelli del Board Technical Bulletin del 15 novembre 1976, Issue IV, 0-IV Expanded Grade Processes – Quads, Part D, Grade 2 Processes (annulla il BTB del 4 gennaio 1972RB, 0-IV Expanded Grade Processes – Triples, Part D, Grade 2 Processes), procedimento 7, Worry Process.

Le citazioni in inglese sono riportate dal bollettino e dal BTB. Il testo italiano errato è quello dei fogli dei gradi in lingua italiana, alla voce «Procedimento Preoccupazione». Le traduzioni corrette sono di chi scrive.

La Linea Invisibile tra il PC e il suo Bank

Quando si osserva una seduta di auditing dall’esterno, si vedono due persone sedute una di fronte all’altra. Una parla, l’altra ascolta e occasionalmente fa domande. Sembra semplice. Eppure, in quello spazio apparentemente vuoto tra auditor e preclear, vi è una linea invisibile che determina se quella seduta produrrà risultati straordinari o sarà solo una perdita di tempo.

Il triangolo invisibile

La maggior parte delle persone pensa che l’auditing sia una conversazione tra auditor e preclear. Questa è l’illusione più pericolosa in cui un auditor possa cadere. In realtà, esistono tre linee di comunicazione simultanee, e quella più importante è completamente invisibile:

La prima linea – quella che conta davvero – collega il preclear al suo bank. È qui che avviene la vera magia: il pc guarda dentro di sé, osserva la propria mente reattiva, confronta la carica. Questa è la linea produttrice di Itsa.

La seconda linea va dal pc all’auditor. È il semplice rapporto di ciò che sta accadendo sulla prima linea. “È questo. È quello.” Niente di più. Questa è la linea dell’Itsa.

La terza linea va dall’auditor al pc. Sono le domande, le istruzioni, le indicazioni che guidano l’attenzione del preclear verso il suo bank. Questa è la linea del “cos’è”.

L’errore fatale

Immagina un bambino che gioca in giardino, completamente assorto nell’osservare una formica che trasporta una briciola. Ogni pochi secondi, un adulto gli chiede: “Cosa stai guardando? Ti stai divertendo? Cosa vedi adesso? Hai bisogno di aiuto?” Il bambino, continuamente distratto, perde il contatto con quello che stava osservando. L’esperienza diretta viene sostituita da un tentativo di spiegare all’adulto cosa sta succedendo.

Questo è esattamente ciò che accade quando un auditor taglia la linea dell’Itsa. Fraintendendo il proprio ruolo, credendo che il suo compito sia far parlare il preclear a lui, l’auditor interrompe continuamente quella connessione invisibile ma vitale tra il pc e il suo bank.

Il risultato è immediato e inequivocabile: l’ago dell’E-meter diventa “sporco” – continuamente agitato. Non importa cosa sia successo nella seduta, quale procedimento si stia usando, quale livello si stia audendo. Un ago sporco significa sempre e soltanto una cosa: l’auditor ha interrotto la comunicazione del preclear con se stesso.

La danza tra azione e silenzio

Il momento in cui il preclear inizia veramente a guardare dentro di sé, a confrontare carica, a fare as-is di massa mentale, è un momento sacro che non va disturbato. È quando sta accadendo il vero lavoro della seduta.

Pensa all’auditing come a una danza con due movimenti:

  • Quando il pc sta guardando dentro = l’auditor tace e ascolta
  • Quando il pc ha finito di guardare = l’auditor agisce e guida

Solo l’auditor può bloccare quel prezioso processo di scarica. Il preclear non può farlo. Il bank non può farlo. L’unica cosa che può interrompere quel processo di dissoluzione della carica è un auditor che interviene al momento sbagliato.

Itsa: la semplicità fraintesa

“Itsa” è una parola che viene spesso equivocata. Non significa “lasciare parlare il pc a lungo”. Non significa “terapia verbale dove il cliente si sfoga”. Non significa nemmeno “esprimere emozioni”.

Itsa significa semplicemente: “È questo”.

Quando chiedi a un bambino “Cosa c’è in questa stanza?” e lui risponde “Il tavolo, la sedia, la finestra”, quello è Itsa. Sta identificando. Sta nominando. Sta dicendo cosa è presente.

Se invece risponde “Sono confuso, sono preoccupato, non so cosa fare”, quello NON è Itsa. Sta parlando di stati d’animo, di valutazioni, di reazioni – ma non sta dicendo di cosa si tratta realmente.

Nell’auditing, quando il preclear guarda il suo bank e dice “È la rabbia che provai quando mio padre…” – quello è Itsa. Sta identificando una massa specifica nella sua mente. Sta dicendo: “Questo è quello che vedo qui.”

Il paradosso del silenzio

Ecco il paradosso che confonde molti auditor: per aiutare il preclear a comunicare veramente, devi tacere.

La sequenza corretta è questa:

  1. L’auditor agisce: fa una domanda, dà un’istruzione, indica una direzione
  2. Il pc guarda dentro: si connette con il suo bank, osserva
  3. Il pc riporta: dice cosa ha visto, cosa ha trovato
  4. L’auditor riconosce: un semplice “Grazie” o “Bene”

Il problema nasce quando l’auditor non sa quando fermarsi. Fa la domanda, vede che il pc sta guardando dentro (lo si capisce dal suo sguardo, dalla sua attenzione rivolta verso l’interno) e poi… fa un’altra domanda. O chiede chiarimenti. O valuta. O interpreta.

L’auditor esperto, invece, quando vede che il pc sta guardando dentro di sé, si appoggia allo schienale della sedia e semplicemente aspetta. Il preclear, sentendo quello spazio silenzioso, distoglie l’attenzione dalla lista o dal procedimento e inizia a parlare. Ma non sta parlando all’auditor – sta riportando ciò che sta vedendo mentre guarda dentro di sé.

Questo può durare due minuti o un’ora. L’auditor fa solo piccoli cenni col capo e resta presente ma silenzioso. Solo quando quella scarica è completa – solo quando il preclear ha finito di guardare e identificare ciò che ha trovato – l’auditor si raddrizza e riprende a guidare.

La linea che non puoi vedere

La tragedia di molti auditor è che cercano di controllare ciò che possono vedere (il preclear seduto davanti a loro) e ignorano ciò che non possono vedere (la connessione tra il preclear e il suo bank).

Quella linea invisibile è dove avviene tutto. È lì che la carica si dissolve. È lì che le masse mentali scompaiono. È lì che accade il cambiamento reale.

L’auditor non produce il cambiamento. L’auditor crea le condizioni perché il cambiamento accada. Come un giardiniere non fa crescere le piante – crea le condizioni (acqua, luce, terreno) perché la pianta cresca da sola.

Un auditor che non comprende questa linea nascosta, che non sa come proteggerla e nutrirla, fallirà sempre. Non importa quanta tecnica conosca, quanti procedimenti sappia, quanto sia preciso nell’amministrazione. Se interrompe quella connessione invisibile, non otterrà risultati.

La disciplina del non-fare

La vera abilità di un auditor non sta nel fare molto, ma nel sapere quando non fare nulla.

Auditor cronicamente attivi – quelli che parlano, guidano, interpretano, chiariscono continuamente – avranno sempre preclear con aghi sporchi. Perché ogni loro intervento taglia quella linea fragile ma potente tra il pc e ciò che sta osservando dentro di sé.

L’auditor che ha veramente compreso questo principio sa che il suo ruolo è duplice:

  • Quando il pc non sta guardando dentro: guidare la sua attenzione, dargli qualcosa da osservare
  • Quando il pc sta guardando dentro: sparire, diventare invisibile, essere solo una presenza che ascolta

È un po’ come insegnare a qualcuno ad andare in bicicletta. All’inizio dai istruzioni e sostieni. Ma quando la persona inizia a pedalare da sola, devi lasciar andare. Se continui a dare istruzioni mentre pedala, la farai cadere.

Il segnale inconfondibile

Come fa un auditor a sapere quando sta interrompendo questa linea vitale? Il segnale è chiaro e inequivocabile: l’ago sporco.

Un ago continuamente agitato, indipendentemente da qualsiasi altra circostanza, significa sempre la stessa cosa: l’auditor ha tagliato la comunicazione del preclear. Ha interrotto quella connessione tra il pc e il suo bank.

Non serve cercare altre spiegazioni. Non serve fare procedimenti complessi. La soluzione è semplice: chiedere “Ho interrotto la tua comunicazione?” e poi imparare a non farlo più.

Gli auditor che tagliano cronicamente la comunicazione avranno sempre preclear con aghi sporchi. È una legge tanto certa quanto la gravità.

La ricompensa del rispetto

Quando un auditor rispetta veramente la linea dell’Itsa – quando protegge quella connessione invisibile tra il preclear e il suo bank – accadono cose straordinarie.

Il preclear cambia. Non superficialmente. Profondamente.

L’ago diventa pulito e resta pulito.

Il caso progredisce con una velocità che stupisce sia l’auditor che il preclear.

Le sedute diventano potenti, cariche di momenti in cui qualcosa di reale si dissolve, in cui masse mentali scompaiono, in cui la persona ritrova pezzi di se stessa che aveva dimenticato.

Tutto questo non perché l’auditor ha fatto qualcosa di speciale, ma perché ha saputo non fare al momento giusto. Ha rispettato quella linea invisibile. Ha permesso al preclear di confrontare veramente il proprio bank, senza interruzioni, senza interferenze.

La lezione essenziale

Se dovessi insegnare a un nuovo auditor una sola cosa – una singola lezione che fa la differenza tra successo e fallimento – sarebbe questa:

Il tuo compito non è far parlare il preclear a te. Il tuo compito è aiutare il preclear a guardare dentro di sé. E poi tacere mentre lo fa.

Quella linea invisibile tra il pc e il suo bank – quella che non puoi vedere, che non puoi misurare direttamente, che opera in uno spazio che sfugge ai tuoi occhi – è dove avviene tutta la magia dell’auditing.

Proteggila. Rispettala. Non interromperla.

E i risultati parleranno da soli.

Additivi

Esiste un principio fondamentale che attraversa tutta la filosofia di Scientology: ogni volta che aggiungiamo qualcosa a un essere, diminuiamo la sua capacità di affrontare la vita. Sembra controintuitivo, vero? Siamo abituati a pensare che più strumenti abbiamo, meglio è. Eppure Ron Hubbard ci ricorda che “l’uomo è un essere a cui è stato aggiunto qualcosa e tutto ciò che gli è stato aggiunto ha diminuito la sua capacità di affrontare le situazioni.”

La trappola delle soluzioni accumulate

Pensa a tutte le soluzioni che hai adottato nel corso della vita. Metodi per affrontare le persone difficili. Strategie per gestire lo stress. Regole su come comportarti in determinate situazioni. Molte di queste soluzioni erano perfettamente sensate quando le hai create, magari a cinque, dieci o vent’anni. Ma ora? Quante di queste risposte automatiche sono ancora valide oggi?

Il problema non è che tu abbia cercato di risolvere i problemi. Il problema è che quelle soluzioni si sono cristallizzate, sono diventate fisse, e ora le applichi anche quando non servono più. Hai risolto qualcosa che forse non aveva bisogno di essere risolto, o hai fissato una soluzione che doveva essere temporanea.

L’arte di far sparire ciò che non serve

In Scientology lavoriamo attraverso l’As-Isness: guardare le cose esattamente come sono. Non aggiungiamo nuove strategie, nuovi metodi, nuove tecniche. Facciamo il contrario. Permettiamo alla persona di osservare quelle vecchie soluzioni obsolete e di lasciarle andare.

Nell’auditing, quando una persona guarda un engram o una perdita finché non l’ha completamente compresa, quella carica scompare. Quando nello studio si chiarisce una parola malcompresa, la confusione si dissolve. Il pattern è sempre lo stesso: osservare con precisione ciò che è, e l’aberrazione svanisce.

La società degli additivi

Viviamo in una cultura che risponde a ogni problema aggiungendo qualcosa. Sei stanco? Prendi un integratore. Sei ansioso? C’è una pillola. Hai un problema relazionale? Ecco dieci strategie da applicare.

Raramente qualcuno ti dice: “Fermati. Guarda cosa sta succedendo davvero. Forse hai già troppe cose in corso.”

La nostra società grida costantemente: “Prendi! Compra! Devi!” E quando hai una difficoltà, vieni sommerso di consigli, di metodi, di soluzioni preconfezionate. Ciò che manca è qualcuno che semplicemente ascolti e capisca.

Il paradosso del corpo

Anche se il lavoro principale di Scientology riguarda il Thetan, l’essere spirituale, lo stesso principio si può osservare con il corpo. Pensiamo sempre che la risposta sia aggiungere qualcosa: un farmaco, un supplemento, un trattamento. Eppure spesso la soluzione vera sta nel rimuovere la causa.

Nella nostra società dell’abbondanza, il problema è raramente il troppo poco. È quasi sempre il troppo.

Riconoscere le giustezze

C’è un altro aspetto cruciale in tutto questo. Ron Hubbard sottolinea che in auditing non possiamo limitarci a cercare ciò che non va. Dobbiamo riconoscere anche ciò che è giusto, ciò che funziona, la verità che è già presente.

Questo è essenziale perché il progresso avviene aumentando le giustezze, non semplicemente eliminando gli errori. Se cerchiamo solo ciò che è sbagliato, non avremo mai una base solida su cui costruire. È come voler svuotare un secchio bucato senza prima tappare i buchi.

La capacità di una persona di dissolvere un problema è direttamente proporzionale al numero di elementi positivi presenti nella situazione. Se ci sono abbastanza giustezze, anche le aberrazioni più radicate possono essere affrontate e dissolte.

Tornare al potere di scelta

In definitiva, ogni volta che ti viene data qualcosa che non hai chiesto, o che ti viene tolta qualcosa che non volevi perdere, il tuo potere di scelta viene compromesso. E il potere di scelta è l’unico vero potere che avevi fin dall’inizio.

La via verso la libertà non passa attraverso l’accumulo di soluzioni, tecniche, farmaci o sistemi. Passa attraverso il riconoscimento di ciò che è stato aggiunto indebitamente e la sua rimozione.

Si tratta di permettere all’essere di ritrovare la sua capacità nativa di vedere le cose come sono, nel presente, senza il peso di tutte le soluzioni obsolete del passato. Di affrontare la vita con il proprio potere di scelta intatto.

Meno, non più. Questo è il segreto.

Riflessioni sul mal di testa

L’emicrania, con la sua natura spesso inspiegabile e invalidante, ha spinto molte persone a cercare spiegazioni che vadano oltre la pura fisiologia, includendo ipotesi di tipo psicosomatico. Tra le varie interpretazioni emerse nel tempo, una delle più strutturate è quella proposta da L. Ron Hubbard. Questo modello descrive una “mappa della psiche” in cui il dolore non sarebbe soltanto un evento biochimico, ma anche il risultato di informazioni energetiche registrate in momenti di trauma.

Secondo questa prospettiva, ogni individuo disporrebbe di una “mente reattiva” capace di immagazzinare tali registrazioni dolorose, dette “engram”, su una sorta di “traccia del tempo” personale. In questa cornice, un dolore cronico come l’emicrania potrebbe essere interpretato come la riattivazione di un engram passato, magari dimenticato, che riemerge sotto forma di sintomo fisico.

Per spiegare i casi in cui il dolore sembra ostinato, localizzato e non riconducibile alla biografia della persona, la teoria si amplia fino a ipotizzare che esistano memorie o schemi traumatici non appartenenti direttamente all’individuo, ma comunque percepiti come propri. In questo quadro, il sintomo diventerebbe la manifestazione fisica di un vissuto che non appartiene alla storia personale, ma che agisce come un’influenza esterna ed automatica.

Pur trattandosi di una spiegazione molto distante dalle interpretazioni mediche e psicologiche comunemente accettate, questo approccio viene presentato come un tentativo di dare significato a esperienze croniche altrimenti di difficile comprensione.

La Scala del Tono di Hubbard nel Mondo Lavorativo: Competenze, Ricerca e Mantenimento del Lavoro

Giochi – 22.0 sulla scala del tono emotivo.

La Scala del Tono di L. Ron Hubbard, che classifica gli stati emotivi dall’energia vitale (40.0) alla morte fisica (0.0), offre una lente utile per analizzare le sfide nel contesto lavorativo. Questo articolo esplora come i diversi livelli della scala influenzano tre fasi cruciali: l’acquisizione di competenze, la ricerca di un lavoro e il suo mantenimento, proponendo soluzioni basate sul miglioramento del “tono emotivo”.

1. Acquisizione di Competenze: Superare Ansia e Conservatorismo

Per entrare nel mercato del lavoro, è essenziale sviluppare abilità tecniche e trasversali. Tuttavia, questa fase è spesso ostacolata da stati emotivi bassi:

  • Ansia (1.02): La paura di non farcela porta a procrastinazione o evitamento della formazione.
  • Noia (2.5): La mancanza di interesse rende lo studio inefficace.
  • Conservatorismo (3.0): Resistenza ad apprendere metodi innovativi, bloccando l’adattamento alle nuove richieste del mercato.

Soluzioni: Salire verso toni più alti come Entusiasmo (4.0) o Estetica (6.0) permette di trovare piacere nell’apprendimento, trasformandolo in un processo creativo. Coltivare Forte Interesse (3.3) aiuta a focalizzarsi su obiettivi concreti, mentre l’Ilarità (8.0) incoraggia un approccio leggero alle sfide.

2. Trovare un Lavoro: Dall’Ostilità all’Azione Strategica

La ricerca attiva di un lavoro può attivare dinamiche emotive complesse:

  • Disperazione (0.98): Porta a candidature compulsive, senza valutare la coerenza con le proprie aspirazioni.
  • Paura (1.0): Timore di fallire nei colloqui, con reazioni fisiche (es. voce tremula) che minano la credibilità.
  • Ostilità (1.9): Risentimento verso i recruiter dopo un rifiuto, danneggiando la rete professionale.

Soluzioni: Agire con Azione (20.0), pianificando strategie mirate, e abbracciare Giochi (22.0) per vivere la ricerca come una sfida stimolante. I Postulati (30.0)—obiettivi chiari e dichiarati—aiutano a mantenere la rotta, mentre la Serenità di Essere (40.0) favorisce una comunicazione autentica e sicura.

3. Mantenere il Lavoro: Combattere Monotonia e Conflitti

Una volta ottenuto il lavoro, emergono nuove criticità:

  • Monotonia (2.4): Routine ripetitiva che spegne la motivazione.
  • Ostilità (1.9): Scontri con colleghi o superiori, spesso radicati in incomprensioni.
  • Apatia (0.05): Burnout che porta a disimpegno e assenteismo.

Soluzioni: Riscoprire Estetica (6.0) nel trovare armonia nelle attività quotidiane e Gioia (8.0) nel celebrare piccoli successi rigenera la passione. Per gestire i conflitti, la Soddisfazione (2.8) nasce dal riconoscere il proprio contributo, mentre la Propiziazione (0.8) (abilità diplomatica) trasforma le tensioni in opportunità di dialogo.

4. Gli Ostacoli Invisibili: Carica Emotiva ed Engrammi

Quello che spesso non viene riconosciuto nel percorso professionale sono gli ostacoli invisibili che operano sotto la superficie della nostra consapevolezza:

  • Carica Emotiva: Accumulo di energia negativa associata a esperienze passate che blocca la nostra capacità di salire nella scala del tono.
  • Engrammi: Registrazioni non disponibili di momenti traumatici che continuano a influenzare il nostro comportamento anche dopo anni.

Questi fattori nascosti possono manifestarsi come:

  • Insicurezza improvvisa durante una presentazione importante
  • Reazioni sproporzionate a critiche costruttive
  • Pattern ricorrenti di auto-sabotaggio quando si è vicini al successo
  • Blocchi creativi inspiegabili

Esempio: Marco, un talentuoso grafico pubblicitario, notava che ogni volta che riceveva un progetto importante, si paralizzava. Nonostante le competenze tecniche adeguate, qualcosa lo bloccava. Durante un ciclo di auditing, emerse un episodio (lock) legato a un’umiliazione pubblica durante una presentazione scolastica. Una volta identificato e risolto questo blocco, la sua produttività aumentò ed inizio a credere maggiormente nelle proprie capacità.

5. L’Auditing: Il Ponte verso Toni Più Alti

L’auditing rappresenta una soluzione strutturata per affrontare questi ostacoli invisibili e salire stabilmente nella scala del tono:

  • Processo Personalizzato: Diversamente dagli altri percorsi esoterici, che solitamente si focalizzano sul corpo o su aspetti energetici, l’auditing, andando al cuore delle esperienze pregresse, si adatta al tuo specifico percorso emotivo allo scopo di identificare e d eradicare il deposito di esperienze degradanti accumulate in questa vita (ed oltre).
  • Tecnologia Collaudata: Basato su decenni di ricerca sistematica e milioni di ore di applicazione pratica.
  • Risultati Misurabili: Progressi verificabili attraverso indicatori oggettivi come il tempo di risposta nelle attività pratiche, la velocità di apprendimento e l’eradicazione di reazioni emotive automatiche e la modifica di punti di vista cronicizzati (credenze limitanti, false credenze, giustificazioni).

Benefici dell’Auditing nel Contesto Lavorativo:

  • Incremento della Stabilità Emotiva: Maggiore resilienza ai rifiuti e agli ostacoli ricorrenti nella carriera.
  • Chiarezza Decisionale: Capacità di valutare opportunità senza l’interferenza di carica emotiva.
  • Comunicazione Potenziata: Abilità di esprimere idee con assertività e ricevere feedback con serenità.
  • Networking Autentico: Costruzione di relazioni professionali genuine, libere da reattività o manipolazione.
  • Potenziale Creativo Sbloccato: Accesso a risorse mentali precedentemente bloccate da engrammi limitanti.

6. Il Percorso Verso l’Autodeterminazione Professionale

L’auditing non offre solo un sollievo temporaneo, ma una trasformazione permanente della propria posizione nella scala del tono:

  • Auto-determinazione: Passare da reagire agli eventi lavorativi a crearli consapevolmente.
  • Potere Personale: Rimuovere le limitazioni auto-imposte che impediscono di raggiungere il proprio pieno potenziale.
  • Responsabilità Causativa: Diventare causa attiva del proprio successo anziché effetto passivo delle circostanze.

Hubbard osservava che “il successo è misurato non tanto dalla posizione raggiunta, quanto dagli ostacoli superati”. L’auditing offre gli strumenti per identificare e superare sistematicamente questi ostacoli, trasformando la carriera da un percorso di sopravvivenza a un’espressione della propria vera natura.

7. Come Iniziare: I Primi Passi Pratici

Per chi desidera sperimentare i benefici dell’auditing nella propria vita professionale:

  1. Valutazione Iniziale: Una sessione di formazione allo scopo di conoscere i fondamenti del lavoro introspettivo.
  2. Piano Personalizzato: Un programma strutturato adattato alle tue specifiche esigenze di carriera.
  3. Ciclo Introduttivo: Una serie di 5-10 sessioni per affrontare gli ostacoli più immediati e sperimentare risultati tangibili.

La decisione di iniziare un percorso di auditing rappresenta un investimento non solo nella propria carriera attuale, ma in tutte le future opportunità professionali.

Conclusione: La Scala del Tono come Bussola Emotiva e Strumento di Trasformazione

Il mondo del lavoro riflette fedelmente la scala emotiva di Hubbard: i toni bassi (paura, noia, ostilità) limitano il potenziale, mentre quelli alti (entusiasmo, azione, serenità) aprono porte inaspettate. Monitorare e migliorare il proprio “tono” non è un esercizio astratto, ma un investimento concreto per navigare con successo le tre fasi lavorative.

Come scriveva Hubbard: “Un essere è solo vivo nella misura in cui può comunicare”—e comunicare con toni elevati è la chiave per un percorso professionale appagante. L’auditing offre un percorso strutturato, verificabile e profondo per liberare il proprio autentico potenziale e trasformare permanentemente non solo la propria carriera, ma la qualità complessiva dell’esperienza professionale.

Prenota oggi la tua sessione di valutazione gratuita ([email protected]) e scopri come l’auditing può trasformare la tua esperienza professionale, portandoti stabilmente verso i toni più alti della scala.